In 5 Schritten zum eigenen Webauftritt: Eine Anleitung

Ihr Webauftritt ist Ihre Website mit allen Unterseiten, Texten und Bildern. Für Selbstständige, Vereine und kleine Unternehmen ist sie oft der erste Eindruck, den Interessenten von Ihnen bekommen. Sie brauchen keine Programmierkenntnisse. Baukästen oder WordPress erstellen eine funktionierende Seite auch ohne Vorkenntnisse. Fünf Schritte führen Sie durch das Projekt: Zielgruppe, Ziele, Inhalte, Struktur und Werkzeug.

Zielgruppe festlegen

Bevor Sie mit dem Gestalten beginnen, sollten Sie wissen, für wen Sie die Website bauen. Überlegen Sie, welche Menschen Ihre Angebote nutzen sollen: Sind es Privatkunden aus der Region, Fachleute aus einer bestimmten Branche oder junge Eltern, die ein Produkt suchen? Notieren Sie sich deren Merkmale, Interessen und typische Fragen. Wenn Sie zum Beispiel eine Physiotherapie-Praxis betreiben, interessieren sich Ihre Besucher vor allem für Öffnungszeiten, Behandlungsmethoden und die Frage, ob sie einen Termin online buchen können. Diese Informationen bestimmen später, welche Texte Sie schreiben und welche Funktionen die Seite braucht. Je genauer Sie die Zielgruppe kennen, desto gezielter sprechen Sie sie an.

Ziele definieren

Im zweiten Schritt legen Sie fest, was die Website erreichen soll. Formulieren Sie klare, überprüfbare Ziele. Zum Beispiel: Besucher sollen einen Termin vereinbaren, ein Produkt kaufen, einen Newsletter abonnieren oder Sie anrufen. Ein konkretes Ziel hilft Ihnen, Entscheidungen zu treffen. Wenn Sie Kontaktanfragen sammeln möchten, brauchen Sie ein Kontaktformular und einen gut sichtbaren Button, der zur Aktion auffordert. Wenn Sie nur informieren wollen, reicht eine übersichtliche Textseite. Vermeiden Sie vage Formulierungen wie „eine schöne Website haben“. Stattdessen: „Innerhalb von drei Monaten sollen monatlich eine festgelegte Anzahl von Anfragen über das Kontaktformular eingehen.“ Solche Ziele machen den Erfolg Ihrer Seite messbar.

Inhalte planen

Erst wenn Sie die Ziele festgelegt haben, überlegen Sie, welche Inhalte die Website braucht. Listen Sie die Hauptseiten auf, die Sie benötigen, etwa Startseite, Über uns, Leistungen, Kontakt und Impressum. Überlegen Sie dann, welche Unterseiten dazugehören und welche Texte, Bilder, Videos oder Downloads Sie dafür bereitstellen. Ein Handwerksbetrieb braucht zum Beispiel eine Seite mit Referenzprojekten und Fotos der ausgeführten Arbeiten, ein Onlineshop dagegen Produktbeschreibungen und Preise. Planen Sie die Inhalte, bevor Sie mit dem Bauen beginnen. Sie bestimmen, wie viele Seiten Sie anlegen und wie Sie sie verschachteln. Fehlen Texte oder Bilder, wirkt die Seite später unfertig und Besucher verlieren das Vertrauen.

Struktur entwerfen

Im vierten Schritt entwerfen Sie die logische Struktur und Navigation der Website. Überlegen Sie, wie die Seiten zusammenhängen und wie ein Besucher von der Startseite zu den gewünschten Informationen gelangt. Eine klare Navigation hat wenige Hauptpunkte, unter denen sich Unterseiten gruppieren. Bewährt hat sich die Regel, dass jeder Besucher innerhalb von zwei bis drei Klicks findet, was er sucht. Zeichnen Sie die Struktur auf einem Blatt Papier oder in einem einfachen Programm auf: Startseite, darunter die Hauptkategorien, darunter die Unterseiten. Diese Übersicht dient Ihnen später als Bauplan. Eine verschachtelte Struktur mit vielen Ebenen verwirrt Besucher und erschwert es Suchmaschinen, Ihre Seiten richtig einzuordnen.

Werkzeug wählen

Im letzten Schritt entscheiden Sie, mit welchem Werkzeug Sie die Website umsetzen. Zwei Wege haben sich bewährt: ein Homepage-Builder oder WordPress. Homepage-Builder wie Wix, Squarespace oder Jimdo bieten vorgefertigte Designs, in die Sie Texte und Bilder per Drag-and-drop einfügen. Sie sind ideal, wenn Sie schnell eine ansprechende Seite ohne technisches Wissen erstellen möchten. WordPress ist ein Content-Management-System. Es bietet mehr Flexibilität, aber Sie müssen sich mehr einarbeiten. Sie wählen ein Theme, installieren Plugins für zusätzliche Funktionen und pflegen die Inhalte über einen Editor. Beide Wege kommen ohne Programmierkenntnisse aus. Ihre Wahl hängt davon ab, wie viel Kontrolle Sie über Design und Funktionen benötigen und wie viel Zeit Sie in die Einarbeitung investieren möchten. Für einen einfachen Firmenauftritt mit fünf Seiten reicht ein Builder völlig aus, für einen umfangreichen Shop mit vielen Sonderfunktionen ist WordPress oft die bessere Wahl.