In 5 Schritten zur passenden Webagentur

Die Wahl der Webagentur entscheidet, ob Ihre Website Kunden gewinnt oder nur online steht. Über 90 Prozent der B2B-Einkäufer recherchieren vor dem Kauf im Internet; Ihre Website ist oft der erste Kontaktpunkt, lange bevor Sie selbst aktiv werden.

Eine falsche Agentur kostet Zeit, Geld und im schlimmsten Fall Sichtbarkeit bei Google. Fünf klare Schritte führen zu einer Agentur, die zu Ihren Zielen passt.

Schritt 1: Legen Sie fest, was die Website leisten soll

Bevor Sie Agenturen kontaktieren, müssen Sie wissen, welche Aufgabe die Website übernimmt. Viele mittelständische Unternehmenswebsites dienen als digitale Broschüre: Sie zeigen das Unternehmen, bringen aber keine Anfragen. Überlegen Sie, welche Besucher Sie anziehen wollen und welche Handlung sie auf der Seite ausführen sollen: eine Kontaktanfrage senden, ein Produkt kaufen, einen Termin buchen oder ein Whitepaper herunterladen.

Schreiben Sie diese Ziele konkret auf. Eine Website, die Anfragen bringen soll, braucht andere Texte, Strukturen und technische Voraussetzungen als eine reine Imagepräsenz. Wenn Sie diese Unterscheidung nicht treffen, können Sie später nicht beurteilen, ob die Agentur gute Arbeit geleistet hat.

Schritt 2: Bestimmen Sie den Leistungsumfang

Webagenturen bieten unterschiedliche Leistungen an. Manche übernehmen nur das Design, andere entwickeln die komplette Website inklusive Programmierung, Suchmaschinenoptimierung, Texten und laufender Wartung. Klären Sie, was Sie tatsächlich brauchen und was Sie selbst übernehmen können.

Ein wichtiger Punkt ist die Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO. Eine gute Agentur behandelt SEO als festen Bestandteil ihrer Arbeit. Sie hat eine klare Strategie, nachvollziehbare Maßnahmen und messbare Ergebnisse. Wenn Ihre Website bei Google nicht gefunden wird, hilft das schönste Design nichts. Fragen Sie deshalb früh, ob SEO im Angebot enthalten ist oder als Zusatzleistung abgerechnet wird.

Auch die Pflege nach dem Start sollten Sie einplanen. Wer aktualisiert Texte, Bilder und Preise: die Agentur oder eigene Mitarbeiter, die Sie schulen? Diese Entscheidung beeinflusst die laufenden Kosten erheblich.

Schritt 3: Suchen Sie passende Agenturen

Überlegen Sie zuerst, welche Art von Agentur zu Ihnen passt. Eine Full-Service-Agentur übernimmt alles aus einer Hand, von der Strategie bis zur Wartung. Eine Spezialagentur konzentriert sich auf bestimmte Branchen oder Technologien und kennt die Besonderheiten Ihres Marktes. Beide Varianten haben ihre Berechtigung, je nachdem, wie komplex Ihr Projekt ist.

Prüfen Sie bei jeder Kandidatin das Portfolio. Sehen Sie sich die Websites an, die die Agentur für andere Kunden gebaut hat. Sind sie schnell, übersichtlich und ansprechend? Funktionieren sie auf dem Smartphone? Achten Sie auch auf die eigene Website der Agentur. Wenn die selbst langsam lädt oder unübersichtlich ist, ist das ein deutliches Warnsignal.

Fragen Sie nach Referenzen aus Ihrer Branche oder aus vergleichbaren Projekten. Eine Agentur, die bereits ähnliche Unternehmen betreut hat, kennt die typischen Anforderungen und Fallstricke. Scheuen Sie sich nicht, die Referenzkunden direkt zu kontaktieren und nach Erfahrungen zu fragen.

Schritt 4: Vergleichen Sie Angebote und stellen Sie Fragen

Wenn Sie zwei oder drei Agenturen in die engere Wahl genommen haben, holen Sie Angebote ein. Achten Sie darauf, dass die Angebote vergleichbar sind. Ein Angebot, das nur das Design umfasst, ist nicht mit einem Angebot vergleichbar, das auch Texte, SEO und Einrichtung des Hostings enthält. Lassen Sie sich die Leistungen im Detail aufschlüsseln.

Stellen Sie jeder Agentur die gleichen Fragen. Wie läuft der Prozess ab? Wer ist Ihr Ansprechpartner? Wie schnell reagiert die Agentur auf Anfragen? Wie werden Änderungswünsche während des Projekts behandelt? Was passiert, wenn sich Anforderungen ändern? Die Antworten zeigen Ihnen, wie die Agentur arbeitet und ob die Kommunikation zu Ihnen passt.

Auch die inhaltliche Qualität sollten Sie prüfen. Texte sollten verständlich, sachlich richtig und nicht langweilig sein. Eine klare Menüführung und sinnvoll strukturierte Texte verhindern, dass Besucher den Überblick verlieren und die Seite verlassen. Fragen Sie, wer die Texte schreibt und ob die Agentur auf Ihre Branche zugeschnittene Inhalte liefern kann.

Schritt 5: Prüfen Sie die Vertragsdetails

Vor der Unterschrift sollten Sie die Verträge genau lesen. Klären Sie, wem die Website nach Fertigstellung gehört. Das betrifft das Design, den Programmcode und die Inhalte. Stellen Sie sicher, dass Sie die Domain und die Zugangsdaten zum Hosting auf Ihren Namen registrieren lassen. Sonst stehen Sie nach einer Trennung von der Agentur vor dem Problem, dass Sie nicht über Ihre eigene Website verfügen können.

Achten Sie auch auf die Laufzeiten der Verträge. Viele Agenturen arbeiten mit Wartungsverträgen, die automatisch verlängert werden. Prüfen Sie die Kündigungsfristen und fragen Sie, was im Wartungspaket enthalten ist. Ein guter Wartungsvertrag umfasst regelmäßige Updates, Sicherheitsprüfungen und ein Backup-System. Ein schlechter Vertrag bindet Sie an Leistungen, die Sie gar nicht benötigen.

Ein gut strukturiertes FAQ-System oder ein Downloadbereich auf der Website sind Beispiele für Mehrwert, der Kunden überzeugt. Fragen Sie, ob solche Funktionen im Angebot enthalten sind oder als Extras abgerechnet werden. Diese Details machen oft den Unterschied zwischen einem transparenten Angebot und einem, das später teuer wird.