In 6 Schritten zur eigenen Firmenwebsite

Für Selbstständige und kleine Unternehmen ist eine eigene Website die Grundlage, um von Kunden ernst genommen zu werden. Sie bündelt Leistungen, Produkte und Marketing an einem Ort, den Interessenten jederzeit abrufen. Planen Sie vorab Ziele, Technik, Inhalte, Gestaltung, Recht und Auffindbarkeit. In sechs Schritten entsteht daraus die fertige Website.

Ziele und Zielgruppe

Bevor Sie eine Domain kaufen oder ein Design aussuchen, legen Sie fest, was die Website leisten soll. Ein Handwerksbetrieb möchte Anfragen bekommen, ein Online-Shop möchte Produkte verkaufen, eine Beraterin möchte ihr Portfolio zeigen. Diese Entscheidung bestimmt die Seitenstruktur, die Texte und das Budget. Die Kosten hängen stark vom Typ der Website ab. Eine schlichte Präsentationsseite mit wenigen Unterseiten ist deutlich günstiger als ein Shop mit Warenkorb und Bezahlfunktion.

Überlegen Sie außerdem, wen Sie ansprechen wollen. Fragen Sie sich, wonach Ihre Kunden suchen und welche Informationen sie brauchen, bevor sie Sie kontaktieren. Wenn Sie diese Fragen beantworten, fällt Ihnen der nächste Schritt leichter: Domain und Hosting wählen.

Domain und Hosting

Die Domain ist die Adresse Ihrer Website, das Hosting der Speicherplatz, auf dem die Seite läuft. Beides gehört zu den ersten technischen Entscheidungen. Wählen Sie eine Domain, die zum Firmennamen passt, kurz ist und sich leicht aussprechen lässt. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob die gewünschte Adresse noch frei ist. Übliche Endungen wie.de oder.com sind meist die erste Wahl, weil Kunden sie am ehesten tippen.

Beim Hosting gilt: Für eine kleine Firmenwebsite reicht ein einfacher Tarif mit ausreichend Speicherplatz und einer eigenen Domain. Wenn Sie einen Shop betreiben oder viele Besucher erwarten, brauchen Sie mehr Leistung. Vergleichen Sie die Angebote und achten Sie auf die Kosten für die Verlängerung, nicht nur auf den ersten Jahrespreis.

Inhalte und Seitenstruktur

Ihre Website bündelt alle Inhalte, Produkte und Marketingaktivitäten Ihres Unternehmens an einem Ort. Planen Sie deshalb die Seitenstruktur, bevor Sie mit dem Design beginnen. Die meisten Firmenseiten kommen mit diesen Seiten aus: Startseite, Über uns, Leistungen oder Produkte, Kontakt. Ergänzen Sie Seiten, die Ihre Kunden konkret brauchen, etwa Preise, Referenzen oder häufig gestellte Fragen.

Schreiben Sie die Texte so, dass sie Fragen Ihrer Kunden beantworten. Nennen Sie auf der Startseite in wenigen Sätzen, was Sie anbieten und für wen. Setzen Sie Kontaktdaten und Öffnungszeiten so, dass Besucher sie ohne Suchen finden. Eine klare Struktur hilft nicht nur den Besuchern, sondern auch den Suchmaschinen, Ihre Seite einzuordnen.

Design für Nutzer

Ob Besucher auf Ihrer Seite bleiben, hängt stark von der Benutzerfreundlichkeit ab. Ein überladenes Design, unklare Navigation oder lange Ladezeiten vertreiben Interessenten. Richten Sie das Design an den Zielen aus, die Sie im ersten Schritt festgelegt haben: Ein Anfrageformular sollte gut sichtbar sein, ein Kaufbutton leicht zu finden.

Achten Sie darauf, dass die Seite auf dem Smartphone genauso gut funktioniert wie auf dem Computer. Viele Besucher kommen heute über das Handy. Testen Sie die Seite vor dem Start auf verschiedenen Geräten und bitten Sie eine Person ohne Vorkenntnisse, den Weg zur Kontaktseite zu finden. Wenn sie zögert, ist die Navigation nicht klar genug.

Rechtliche Pflichten

Bevor die Website online geht, müssen Sie die rechtlichen Anforderungen prüfen. Wer seine Seite nicht ausschließlich privat betreibt, braucht ein Impressum, also die gesetzlich vorgeschriebene Anbieterkennzeichnung. Das gilt nach Schätzungen für rund 90 Prozent aller Websites und Blogs. Die Pflicht ist im Digitale-Dienste-Gesetz geregelt, das das frühere Telemediengesetz abgelöst hat. Ein fehlendes oder schwer auffindbares Impressum kann teure Abmahnungen nach sich ziehen.

Stellen Sie das Impressum so, dass es von jeder Seite aus in wenigen Klicks erreichbar ist. Neben dem Impressum benötigen Sie in der Regel eine Datenschutzerklärung, sobald die Website personenbezogene Daten verarbeitet, etwa über Kontaktformulare oder Analyse-Tools. Lassen Sie die Texte im Zweifel von einer Fachperson prüfen, bevor Sie die Seite freischalten.

Website bewerben

Nach dem Start entscheidet das Marketing darüber, ob Ihre Website gefunden wird. Eine fertige Seite allein bringt keine Besucher. Tragen Sie Ihr Unternehmen bei Google Business ein, verlinken Sie die Website in Ihren Profilen und auf Branchenverzeichnissen. Achten Sie darauf, dass Ihre Texte die Begriffe enthalten, nach denen Kunden suchen, etwa Ihren Beruf oder Ihre Region.

Halten Sie die Inhalte aktuell. Neue Projekte, geänderte Öffnungszeiten oder frische Referenzen geben Besuchern und Suchmaschinen einen Grund, wiederzukommen. Wenn Sie wenig Zeit haben, reicht es, monatlich eine kleine Änderung vorzunehmen und die Seite regelmäßig zu prüfen.