Was kostet Webdesign?
Wer eine neue Website plant, bekommt Angebote zwischen wenigen hundert und mehreren zehntausend Euro. Entscheidend sind die benötigten Leistungen und die langfristigen Kosten. Eine einfache Präsentationsseite und ein mehrsprachiger Online-Shop unterscheiden sich im Aufwand um ein Vielfaches, und dieser Aufwand bestimmt den Preis.
Was die Kosten treibt
Der Preis hängt von vier Faktoren ab. Dazu zählen der Umfang der Seiten, die gewünschten Funktionen, die technische Umsetzung und die Qualität der Inhalte. Eine Seite mit fünf Unterseiten, einem Kontaktformular und einer Kartenanbindung ist deutlich günstiger als ein Shop, der zusätzlich einen Produktfilter, eine Zahlungsanbindung und ein Kundenkonto braucht.
Heute ist es Standard, dass die Seite auf Smartphones und Tablets sauber funktioniert. Gleiches gilt für eine grundlegende Suchmaschinenoptimierung, also die technische Vorbereitung, damit Google die Inhalte findet und einordnet. Wer diese Punkte nicht im Angebot findet, sollte nachfragen, denn nachträglich eingebaut kosten sie meist mehr als von Anfang an.
Preisspannen
Die günstigste Variante sind Website-Baukästen. Dafür zahlen Sie eine monatliche Gebühr, die je nach Anbieter unterschiedlich ausfällt. Im Preis enthalten sind vorgefertigte Vorlagen, Hosting und oft auch eine eigene Domain. Diese Lösung eignet sich für kleine Betriebe, die eine schlichte Präsenzseite brauchen und wenig Wert auf individuelle Gestaltung legen.
Am anderen Ende stehen Agenturen, die eine komplett maßgeschneiderte Lösung bauen. Die Preise beginnen bei mehreren tausend Euro und können bei komplexen Projekten auf mehrere zehntausend Euro steigen. Dafür bekommen Sie ein Layout, das genau auf Ihre Zielgruppe zugeschnitten ist, individuelle Funktionen und eine Betreuung während der Umsetzung.
Dazwischen liegt ein breites Mittelfeld mit freiberuflichen Webdesignern und kleinen Agenturen. Deren Preise hängen stark von der Region, der Erfahrung und der Auslastung ab. Ein verlässlicher Richtwert lässt sich hier nicht nennen, weil die Angebote stark variieren. Sinnvoll ist es, mehrere Angebote einzuholen und genau zu vergleichen, welche Leistungen im Preis enthalten sind.
Laufende Kosten einplanen
Der häufigste Fehler bei der Budgetplanung ist, nur die Erstellung zu kalkulieren. Nach dem Launch fallen regelmäßige Kosten an: Domaingebühren, Hosting, Wartung und Updates. Dazu kommt die Pflege der Inhalte, wenn Sie Texte oder Bilder selbst aktualisieren wollen oder dies von einem Dienstleister erledigen lassen.
Ein besonders wichtiger Posten ist die Sicherheit. Eine vernachlässigte Webseite mit veralteter Software ist ein Einfallstor für Angriffe, und ein Sicherheitsvorfall kann schnell teurer werden als die gesamte ursprüngliche Erstellung. Planen Sie daher von Anfang an ein Budget für regelmäßige Sicherheitsupdates und Backups ein. Auch der Datenschutz gehört dazu: Je nach Umfang Ihrer Seite müssen Sie Datenschutzerklärung, Impressum und gegebenenfalls Einwilligungen für Tracking einrichten und aktuell halten.
Budget planen
Stellen Sie zuerst fest, was die Seite leisten muss. Schreiben Sie auf, welche Informationen Besucher finden sollen und ob Sie Produkte verkaufen, Termine vergeben oder Kontaktanfragen sammeln. Daraus ergibt sich der Funktionsumfang, und erst danach können Sie sinnvoll Angebote vergleichen.
Legen Sie fest, wer die Inhalte liefert. Texte, Bilder und Produktfotos sind oft der zeitaufwendigste Teil eines Projekts. Wenn Sie diese selbst erstellen, sparen Sie Geld, müssen aber Zeit einplanen. Übernimmt ein Dienstleister die Inhalte, steigt der Preis entsprechend.
Kalkulieren Sie die Kosten über zwei bis drei Jahre, nicht nur den Erstaufwand. Eine günstige Baukastenlösung mit monatlicher Gebühr kann auf Sicht teurer werden als eine einmalige Investition in eine maßgeschneiderte Seite, wenn Sie später Funktionen nachrüsten müssen, die der Baukasten nicht abdeckt.