Tools und Vorlagen für die Firmenwebsite-Planung
Wer eine Firmenwebsite plant, entscheidet zuerst, welche Seiten das Unternehmen braucht, welche Inhalte darauf gehören und welches Werkzeug die Umsetzung übernimmt. Für diese Schritte gibt es Vorlagen und Tools, die den Ablauf strukturieren. Legen Sie zuerst die Seitenstruktur fest, bevor Sie Design und Technik angehen.
Mit Sitemap-Vorlagen die Seitenstruktur festlegen
Bevor Sie auch nur eine Zeile Text schreiben, sollten Sie wissen, welche Seiten Ihre Website überhaupt braucht. Eine Sitemap ist im Kern ein einfacher Bauplan: eine Liste aller Unterseiten und ihrer Verschachtelung. Sie zeigt, wie Besucher von der Startseite zu den einzelnen Angeboten, über das Unternehmen und bis zur Kontaktseite gelangen.
Figma bietet dafür einen kostenlosen Sitemap-Generator als Vorlage an. Sie ziehen darin Kästchen für einzelne Seiten auf ein Board, beschriften sie und verbinden sie mit Linien zu einer Baumstruktur. Das funktioniert direkt im Browser, und mehrere Personen können gleichzeitig daran arbeiten. Für ein kleines Unternehmen mit gelegentlicher Website-Pflege mag das übertrieben wirken. Bei mehreren Beteiligten verhindert die visuelle Darstellung aber Missverständnisse darüber, welche Unterseiten es geben soll und wie sie heißen.
Eine einfachere Alternative ist ein Tabellenblatt mit den Spalten Seitenname, übergeordnete Seite und Kurzbeschreibung des Inhalts. Diese Variante eignet sich, wenn Sie allein planen und die Struktur überschaubar bleibt. Wichtig ist in beiden Fällen: Legen Sie die Sitemap fest, bevor Sie mit dem Design beginnen. Jede spätere Änderung an der Struktur erfordert Anpassungen in Navigation, Verlinkung und Textarbeit.
Website-Builder mit Planungshilfe
Wenn Sie die Struktur nicht von Grund auf selbst entwerfen wollen, übernehmen viele Website-Builder einen Teil der Planung. Squarespace fragt Sie zum Beispiel nach Branche, Stil und gewünschten Funktionen und schlägt daraufhin passende Website-Beispiele und eine Grundstruktur vor. Der daraus entstehende Entwurf lässt sich anschließend im Drag-and-drop-Editor anpassen.
Der Vorteil daran ist, dass Sie nicht auf einer leeren Fläche beginnen müssen. Die vorgegebenen Beispielseiten zeigen, welche Abschnitte für Ihre Branche üblich sind, etwa Leistungen, Referenzen oder ein Team-Bereich. Sie können diese Vorlagen als Ausgangspunkt nehmen und an Ihre tatsächlichen Inhalte anpassen.
Beachten Sie dabei: Die Vorschläge des Builders sind generisch. Sie geben nur einen Rahmen vor. Die inhaltliche Planung bleibt Ihre Aufgabe, nämlich zu entscheiden, welche Leistungen hervorgehoben werden und welche Informationen Ihre Kunden wirklich suchen.
Inhalte sammeln und strukturieren
Die häufigste Ursache für Verzögerungen beim Website-Start ist fehlender Inhalt. Texte, Bilder, Referenzen und Preise lassen sich nicht kurzfristig aus dem Nichts erzeugen. Deshalb gehört die Inhaltsplanung in die frühe Projektphase.
Legen Sie eine Tabelle mit allen Seiten aus der Sitemap an und notieren Sie für jede Seite, welche Texte und Bilder benötigt werden. Dazu gehören eine verantwortliche Person und ein Fertigstellungstermin. Diese Liste dient zugleich als Checkliste während der Umsetzung.
Viele unterschätzen, dass die Suchmaschinenoptimierung bereits in der Planung beginnt. Zu jeder Seite gehören ein Titel und eine Meta-Beschreibung, also der Text, der in den Suchergebnissen von Google erscheint. Einige Website-Builder wie Squarespace generieren solche SEO-Tags automatisch aus Ihren Inhalten. Sie können sie nachträglich anpassen, aber die Grundlage bilden die Texte, die Sie ohnehin schreiben. Planen Sie deshalb von Anfang an Zeit für die Formulierung aussagekräftiger Titel ein.
Technische Anforderungen im Blick behalten
Zur Planung gehört auch die Frage nach den rechtlichen und technischen Pflichten. Ein Unternehmen, das in Deutschland ansässig ist, braucht auf der Website ein Impressum mit Anschrift und Kontaktdaten. Wenn personenbezogene Daten verarbeitet werden, etwa durch ein Kontaktformular oder Analyse-Tools, ist außerdem ein Cookie-Hinweis erforderlich. Viele Website-Builder bieten diese Elemente direkt an: Sie können ein Impressum als separate Seite anlegen und einen Cookie-Banner aktivieren, ohne eigenen Code schreiben zu müssen.
Achten Sie bei der Auswahl des Builders darauf, dass die Darstellung auf verschiedenen Geräten stimmt. Die meisten modernen Dienste optimieren die Seiten automatisch für Desktop, Mobilgerät und Tablet. Kontrollieren Sie die Vorschau dennoch auf allen Gerätetypen. Gerade bei selbst angepassten Layouts fällt oft erst im Test auf, wenn Elemente auf kleinen Bildschirmen unschön umbrechen.