Tools und Vorlagen für die Website-Planung
Wer eine Website plant, legt Seiten, Anbieter und Zeitplan fest. Vor dem Gestalten helfen einfache Werkzeuge und Vorlagen, die Planung zu strukturieren. Website-Builder wie Wix, Squarespace oder Shopify liefern integrierte Vorlagen und Editoren, die ohne Programmierkenntnisse funktionieren. Die Planung umfasst die Schritte vor dem Bau, die Auswahl des Baukastens sowie Checklisten und Hilfen für die Seitenstruktur.
Ziele, Zielgruppe und Inhalte klären
Die Qualität einer Website hängt von der Vorbereitung ab. Bevor Sie ein Tool auswählen, sollten Sie drei Dinge klären: das Ziel der Seite, die Zielgruppe und die Inhalte. Eine Website für einen Online-Shop braucht andere Funktionen als eine Visitenkarten-Seite für ein Handwerksunternehmen. Notieren Sie sich, welche Aktionen Besucher auf der Seite ausführen sollen, etwa einen Kauf abschließen, einen Termin buchen oder eine Anfrage senden. Diese Ziele bestimmen, welche Seiten Sie anlegen und welche Elemente Sie priorisieren.
Zur Zielgruppe gehört auch die Frage, auf welchen Geräten die Besucher die Seite öffnen. Da ein Großteil der Besucher heute über Smartphones kommt, sollten Sie die Darstellung auf kleinen Bildschirmen von Anfang an berücksichtigen. Die meisten Website-Builder passen die Darstellung automatisch an die Bildschirmgröße an. Prüfen Sie die Vorschau auf dem Handy trotzdem, bevor Sie die Seite veröffentlichen.
Website-Builder als Werkzeug
Website-Builder sind Baukästen, mit denen Sie Seiten per Drag-and-drop zusammenstellen, ohne HTML oder CSS zu schreiben. Die Auswahl hängt von Ihrem Vorhaben ab. Die gängigen Anbieter haben unterschiedliche Stärken:
- Wix eignet sich als Allzweck-Baukasten für die meisten Projekte, von der Privatseite bis zum kleinen Business. Der Editor bietet viele Vorlagen und Anpassungsmöglichkeiten.
- Squarespace überzeugt durch hochwertige Designvorlagen und eignet sich besonders für Portfolios, Kreative und kleinere Unternehmensseiten.
- Shopify ist auf Online-Shops spezialisiert. Wer Produkte verkaufen will, findet hier Funktionen für Warenkorb, Zahlung und Versand direkt integriert.
- Hostinger ist ein günstiger Einstieg und kombiniert Website-Builder mit Hosting, also dem Speicherplatz für die Seite.
- Weebly ist eine unkomplizierte Lösung für alle, die schnell eine einfache Seite aufbauen wollen, ohne sich durch viele Optionen zu arbeiten.
Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf den Editor, sondern auch auf die Serverleistung und darauf, ob der Anbieter mit Ihrem Projekt mitwachsen kann. Wenn Ihr Projekt wächst, brauchen Sie einen Anbieter, der mehr Besucher und zusätzliche Funktionen verkraftet. Prüfen Sie außerdem, ob Sie die Domain, also die Internetadresse, direkt beim Anbieter registrieren können oder ob Sie sie separat kaufen müssen.
Vorlagen und Checklisten
Der Begriff Vorlage hat in der Website-Planung zwei Bedeutungen. Zum einen bieten die Website-Builder fertige Designvorlagen, sogenannte Themes, die Sie mit eigenen Texten und Bildern füllen. Diese Themes sparen Zeit, weil Layout und Farben bereits abgestimmt sind. Sie sollten aber ein Theme wählen, das zu Ihrem Inhalt passt, statt das auffälligste Design zu nehmen. Ein ruhiges, klares Layout wirkt auf einer Beratungsseite oft vertrauenswürdiger als ein verspieltes.
Zum anderen helfen Ihnen Planungsvorlagen, die Struktur der Website festzulegen, bevor Sie mit dem Bau beginnen. Eine einfache Sitemap, also eine Liste aller geplanten Seiten, zeigt, ob die Navigation logisch aufgebaut ist. Ein Wireframe, eine grobe Skizze jeder Seite ohne Design, verdeutlicht, welche Elemente wo stehen sollen. Sie können solche Skizzen mit Stift und Papier anfertigen oder ein Tabellenprogramm nutzen. Wichtig ist nicht das Werkzeug, sondern das Ergebnis: Sie wissen vor dem Bau, welche Seiten existieren und welche Inhalte sie tragen.
Eine Checkliste für die Inhalte verhindert, dass Sie später wichtige Texte vergessen. Dazu gehören die Startseite, die Über-uns-Seite, Kontaktdaten, Leistungen oder Produkte sowie rechtliche Seiten wie Impressum und Datenschutzerklärung. Legen Sie außerdem fest, wer die Texte schreibt und wer die Bilder liefert. Fehlende Inhalte sind der häufigste Grund, warum ein Website-Projekt länger dauert als geplant.
Recht und Technik vor dem Start
Bevor Sie die Website live schalten, müssen Sie die rechtlichen Pflichten prüfen. In Deutschland benötigt jede geschäftliche Website ein Impressum mit Name, Anschrift und Kontaktmöglichkeiten des Betreibers. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung, die erklärt, welche Daten die Seite erhebt und wie sie verarbeitet werden. Diese Anforderungen gelten unabhängig vom Website-Builder. Viele Anbieter stellen Mustertexte bereit, aber Sie sollten prüfen, ob diese zu Ihrem konkreten Angebot passen, etwa wenn Sie ein Kontaktformular oder Analyse-Tools einsetzen.
Technisch gehören Domain und Hosting zu den ersten Schritten. Die Domain ist Ihre Internetadresse, das Hosting der Speicherplatz, auf dem die Dateien der Website liegen. Manche Website-Builder bündeln beides, andere verlangen, dass Sie Hosting separat kaufen. Entscheiden Sie sich früh, damit Sie nicht mitten im Projekt den Anbieter wechseln müssen. Prüfen Sie außerdem, ob der Anbieter ein SSL-Zertifikat bereitstellt, das die Verbindung zwischen Browser und Server verschlüsselt. Ohne diese Verschlüsselung zeigt der Browser eine Warnmeldung, die Besucher abschreckt.
Kosten und Marketing einplanen
Die Kosten einer Website hängen stark vom Typ des Projekts ab. Eine einfache Seite mit einem Baukasten kostet weniger als ein großer Online-Shop mit individuellen Funktionen. Rechnen Sie nicht nur die monatliche Gebühr für den Website-Builder ein, sondern auch die Kosten für die Domain, eventuell zusätzliche Premium-Themes und gegebenenfalls die Hilfe einer Agentur oder eines Freelancers. Legen Sie ein Budget fest, bevor Sie sich auf einen Anbieter festlegen, und vergleichen Sie die Preismodelle der Baukästen. Die günstigsten Tarife sind oft auf ein Jahr begrenzt und enthalten Werbung des Anbieters, die Sie gegen Aufpreis entfernen können.
Sobald die Website online ist, beginnt die Arbeit am Marketing. Eine Website allein bringt keine Besucher. Sie müssen die Seite auffindbar machen, etwa über Suchmaschinenoptimierung, also die Anpassung von Texten und technischen Details an die Suchanfragen Ihrer Zielgruppe. Auch Social-Media-Kanäle und E-Mail-Marketing helfen, Besucher auf die Seite zu lenken. Planen Sie diese Maßnahmen nicht als nachträglichen Zusatz, sondern als festen Bestandteil des Projekts. Wer von Anfang an weiß, welche Suchbegriffe relevant sind, kann die Texte darauf ausrichten und spart sich spätere Umbauten.