Legen Sie vor der Wahl der Werkzeuge fest, was Besucher auf der Website finden oder erledigen sollen. Planen Sie danach die Seiten, skizzieren Sie ihren Aufbau und prüfen Sie die Technik.
Mit Miro erstellen Sie eine Sitemap, also eine Übersicht über die Seiten und ihre Anordnung. FigJam oder Canva eignen sich für Wireframes, also Skizzen des Aufbaus einzelner Seiten. Für den Bau der Website nutzen Sie anschließend einen Website-Baukasten wie Wix oder ein WordPress-Theme. Die Werkzeuge erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ersetzen einander nicht direkt.
Klären Sie zuerst den Zweck
Notieren Sie, für wen die Website gedacht ist und welches Ziel sie unterstützt. Besucher sollen zum Beispiel ein Angebot verstehen, Kontakt aufnehmen, einen Termin vereinbaren oder Arbeiten ansehen können. Sammeln Sie dazu konkrete Fragen, die Menschen vor diesem nächsten Schritt haben.
Gespräche mit bestehenden Kunden oder Mitgliedern und häufige Rückmeldungen liefern bessere Anhaltspunkte als bloße Vermutungen. Markieren Sie offene Annahmen, damit Sie sie später prüfen können. Das GOV.UK Service Manual empfiehlt, Bedürfnisse durch Recherche zu ermitteln und sich nicht allein auf interne Einschätzungen zu stützen.
Ordnen Sie Seiten mit einer Sitemap
Schreiben Sie zunächst alle Seiten auf, die Sie benötigen, und gruppieren Sie ähnliche Inhalte. Eine kleine Unternehmenswebsite könnte etwa die Bereiche „Leistungen“, „Über uns“ und „Kontakt“ enthalten. Prüfen Sie anschließend, ob Besucher wichtige Informationen mit wenigen klaren Navigationsschritten erreichen.
Die Sitemap-Vorlage von Miro eignet sich, um Seiten und Unterseiten visuell zu ordnen und die Navigation gemeinsam abzustimmen. Für eine kleine Website genügt auch eine einfache Skizze auf Papier. Entscheidend ist, dass die Seitenstruktur steht, bevor Sie sich auf eine Designvorlage festlegen.
Skizzieren Sie wichtige Seiten
Ein Wireframe ist eine einfache Skizze einer Seite. Er zeigt, wo Überschrift, Text, Bild, Navigation und Schaltflächen stehen, ohne Farben und Gestaltung im Detail auszuarbeiten. Beginnen Sie mit der Startseite und den wichtigsten Unterseiten. Zeichnen Sie außerdem den Weg ein, den Besucher vom ersten Besuch bis zur gewünschten Handlung nehmen.
FigJam bietet eine Wireframe-Vorlage für Websites; Canva stellt ebenfalls Wireframe-Vorlagen und Werkzeuge für verbundene Seitenentwürfe bereit. Beide eignen sich, wenn Sie Aufbau und Nutzerwege sichtbar machen möchten. Halten Sie die Skizzen bewusst grob: Erst wenn Inhalt und Reihenfolge passen, lohnt es sich, Zeit in Schriftarten, Abstände oder Animationen zu investieren.
Wählen Sie eine passende Vorlage
Notieren Sie vor der Auswahl einer Vorlage kurz, wie die Website aussehen und welche Funktionen sie haben soll. Halten Sie dafür gewünschte Farben, Schriftarten, Bildstil und wichtige Funktionen fest. Prüfen Sie dann, ob die Vorlage Ihre geplanten Inhalte sinnvoll aufnehmen kann. Eine ansprechende Startseite hilft wenig, wenn die Vorlage keine passende Darstellung für Ihr Angebot oder Ihre Referenzen bietet.
Wix bündelt Website-Erstellung, Hosting und Funktionen für geschäftliche Zwecke in einem Baukasten. Sie können mit einer Vorlage oder einem KI-gestützten Einstieg beginnen. WordPress bietet im Site Editor Werkzeuge für Stile und Navigation. Dort lassen sich auch Vorlagen und wiederkehrende Seitenteile bearbeiten. Dafür muss ein Block-Theme aktiviert sein. Beide Wege bieten unterschiedliche Funktionen; welcher besser passt, hängt von Ihren Anforderungen, laufenden Kosten und dem gewünschten Wartungsaufwand ab.
Bereiten Sie Inhalte und Zuständigkeiten vor
Bevor Sie Seiten bauen, sammeln Sie die Inhalte, die Besucher tatsächlich brauchen: Texte zu Angebot und Kontakt sowie passende Bilder. Informationen zu Preisen oder Abläufen brauchen Sie gegebenenfalls ebenfalls. Legen Sie außerdem fest, wer diese Angaben später aktualisiert. So bemerken Sie früh, wenn eine geplante Seite zwar einen Platz in der Sitemap hat, aber noch keine tragfähigen Inhalte dafür vorliegen.
Eine kurze Arbeitsgrundlage sollte mindestens diese Punkte enthalten:
- Ziel der Website und wichtigste Besuchergruppen
- geplante Seiten und Hauptnavigation
- Inhalte und Funktionen für die wichtigsten Seiten
- Person, die für Aktualisierungen zuständig ist
Prüfen Sie Barrierefreiheit früh
Barrierefreiheit bedeutet, dass Menschen eine Website mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hilfsmitteln nutzen können. Planen Sie die Prüfung von Anfang an ein, statt sie bis kurz vor der Veröffentlichung aufzuschieben. Achten Sie schon in den Entwürfen auf verständliche Navigation, klare Überschriften und ausreichend erkennbare Bedienelemente.
Die Web Accessibility Initiative des W3C empfiehlt, Zuständigkeiten und Ziele festzulegen, die Website früh und regelmäßig zu prüfen und Verbesserungen fortlaufend einzuarbeiten. Automatische Tests liefern dabei Hinweise, ersetzen aber nicht die Prüfung mit Tastatur, verschiedenen Geräten und Rückmeldungen von Nutzern.
Prüfen Sie Domain und Technik
Für eine Website mit deutscher Adresse prüfen Sie die gewünschte .de-Domain bei DENIC. Die Verfügbarkeit kann sich ändern, daher sollten Sie die konkrete Adresse zum Zeitpunkt der Entscheidung kontrollieren.
Nach der Veröffentlichung helfen Google Search Console und eine Sitemap dabei, die Auffindbarkeit bei Google zu beobachten. Eine Sitemap listet wichtige Seiten für Suchmaschinen auf. Google behandelt ihre Einreichung als Hinweis: Damit ist nicht zugesagt, dass Google die Sitemap abruft oder die Seiten in den Suchindex aufnimmt. Manche Baukästen und Systeme zur Verwaltung von Website-Inhalten erstellen Sitemaps automatisch. Prüfen Sie daher zuerst, ob Ihre Website bereits eine bereitstellt.
PageSpeed Insights untersucht einzelne Seiten auf Mobilgeräten und Desktop-Geräten und gibt technische Hinweise. Die Messwerte zeigen mögliche technische Probleme. Sie bewerten weder die gesamte Website noch die Erfahrung aller Besucher. Testen Sie deshalb zusätzlich die Navigation und Formulare. Prüfen Sie auch die Darstellung auf den Geräten, die Ihre Zielgruppe verwendet.
Bei geschäftsmäßigen digitalen Diensten können außerdem gesetzliche Informationspflichten gelten. Prüfen Sie vor der Veröffentlichung fachkundig, welche Angaben für Ihren konkreten Webauftritt erforderlich sind.