Bei der Wahl einer Website-Lösung entscheiden Sie auch, wer die Technik betreibt und die Inhalte pflegt. Die Wahl bestimmt außerdem, wie leicht Sie die Seite später erweitern können. Ein Baukasten bündelt viele technische Aufgaben in einem Dienst. WordPress ist ein selbst gehostetes Content-Management-System (CMS), mit dem Sie Website-Inhalte verwalten. Sie haben damit mehr Kontrolle und übernehmen die Wartung selbst.
Welche Lösung passt, hängt vom Zweck ab: Eine kleine Website braucht andere Funktionen als ein Online-Shop. Klären Sie zuerst Ziele, Inhalte und Pflegeaufwand. Danach können Sie zwischen Baukasten, CMS, Shop-Plattform und externer Unterstützung wählen.
Ziele und Pflegeaufwand klären
Legen Sie fest, was Besucher auf der Website tun sollen. Geht es um Informationen, Anfragen, Terminbuchungen, regelmäßig neue Beiträge oder den Verkauf von Produkten? Diese Entscheidung bestimmt, welche Funktionen Sie wirklich brauchen.
Erstellen Sie anschließend eine Seitenübersicht und notieren Sie, welche Texte, Bilder oder Videos auf jede Seite gehören. Klären Sie auch, wer die Inhalte liefert und wer sie nach der Veröffentlichung aktualisiert. Wenn Angebote häufig wechseln, müssen Sie die Website öfter aktualisieren als eine Seite, deren Informationen sich selten ändern.
Planen Sie Sicherheit und Datenschutz von Anfang an mit. Berücksichtigen Sie von Anfang an auch die Barrierefreiheit. Welche konkreten rechtlichen Anforderungen gelten, hängt vom jeweiligen Vorhaben ab und sollte gesondert geprüft werden. Planen Sie auch die mobile Nutzung ein: Google nutzt die mobile Fassung einer Website, um Seiten in seinen Suchindex aufzunehmen. Google empfiehlt ein responsives Design, das sich an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst.
Website-Lösungen im Vergleich
| Lösung | Passt besonders, wenn … | Vorteile | Was Sie abwägen sollten |
|---|---|---|---|
| Baukasten | Sie eine überschaubare Präsenz selbst erstellen und pflegen möchten | Editor und Hosting sind in einem Dienst gebündelt; der Einstieg ist direkt möglich | Eigene Domains und bestimmte Funktionen setzen kostenpflichtige Pakete voraus. Gestaltung und spätere Wechselmöglichkeiten hängen vom Anbieter ab. |
| Selbst gehostetes CMS | Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen oder die Website ausbauen möchten | WordPress bietet Themes und zahlreiche Erweiterungen, sogenannte Plugins; die Open-Source-Software lässt sich anpassen | Sie müssen Hosting, Einrichtung, Updates und Erweiterungen organisieren. Mehr Auswahl bedeutet auch mehr Verwaltungsaufwand. |
| Shop-Plattform | Sie Produkte verkaufen und Bestellungen, Zahlungen oder Bestand verwalten möchten | Eine Plattform wie Shopify bündelt Shop-Funktionen und Hosting | Tarif- und Zahlungsgebühren gehören in die Kalkulation. Funktionen und Zahlungsoptionen können vom Standort abhängen. |
| Agentur oder individuelle Umsetzung | Sie besondere Anforderungen haben oder die Umsetzung auslagern möchten | Externe Fachleute können Konzeption, Gestaltung, Technik und Tests übernehmen | Aufwand und Kosten richten sich nach dem Projekt. „Agentur“ beschreibt keine bestimmte technische Plattform: Fragen Sie, welches System später zum Einsatz kommt und wer es betreibt. |
Eine Agentur kann eine Website zum Beispiel mit einem CMS, einem Baukasten oder einer individuellen Entwicklung umsetzen. Legen Sie deshalb vorab fest, welche Entscheidungen Sie selbst treffen und wer später Texte, Technik und laufende Pflege übernimmt.
Berücksichtigen Sie beim Vergleich regionale Preise und mögliche Zusatzgebühren: Wix weist darauf hin, dass die Preise seiner Pakete regional variieren und bestimmte Funktionen ein kostenpflichtiges Paket voraussetzen. Bei Shopify können zusätzliche Transaktionsgebühren anfallen, wenn Sie einen externen Zahlungsanbieter nutzen. Prüfen Sie aktuelle Konditionen für Ihren Standort und vergleichen Sie den Leistungsumfang, den Sie tatsächlich benötigen.
Laufende Kosten und Pflege
Der Einstiegspreis sagt wenig darüber aus, was eine Website über mehrere Jahre kostet. Berücksichtigen Sie neben der Einrichtung laufende Gebühren. Planen Sie auch Kosten für Hosting, Erweiterungen, Wartung und Zahlungsgebühren ein. Wenn Sie später den Anbieter wechseln, sollten Sie auch den Aufwand für den Umzug und den Export Ihrer Inhalte einplanen.
Bei einem Baukasten nimmt der Anbieter Ihnen einen Teil des technischen Betriebs ab. Dafür sind Sie stärker an dessen Funktionen und Bedingungen gebunden. Bei WordPress erlaubt die Open-Source-Software Anpassungen und Erweiterungen; Sie müssen dafür selbst für Hosting und Pflege sorgen oder diese Aufgaben vergeben. Welche Lösung langfristig günstiger oder leichter zu verwalten ist, zeigt sich erst beim Vergleich desselben Projekts mit demselben Leistungsumfang.
Website planen und starten
Gehen Sie bei der Umsetzung in dieser Reihenfolge vor:
- Ziel und Besucher festlegen. Schreiben Sie auf, was die Website erreichen soll und welche Handlung Sie von Besuchern erwarten.
- Seiten und Inhalte planen. Erstellen Sie eine Seitenübersicht, weisen Sie Inhalte und Zuständigkeiten zu und klären Sie Termine.
- Lösung nach Bedarf auswählen. Vergleichen Sie Funktionen, Einstiegspreise, Pflege, Betrieb und spätere Erweiterungen.
- Entwurf früh testen. Lassen Sie Menschen aus der Zielgruppe wichtige Seiten ausprobieren. Die IHK Lübeck empfiehlt, Gestaltungsideen früh mit etwa drei bis fünf Nutzern zu prüfen. Bei komplexen Websites oder Shops kann ein professioneller Usability-Test sinnvoll sein.
- Vor der Veröffentlichung prüfen. Testen Sie die Website auf Mobilgeräten und prüfen Sie, ob zentrale Inhalte erreichbar sind, Seiten aussagekräftige Titel haben und die Website sicher und zugänglich nutzbar ist.
Google erklärt, dass diese technischen Grundlagen Suchmaschinen helfen, Inhalte zu finden und zu verstehen. Sie garantieren keine bestimmte Platzierung in den Suchergebnissen. Bieten Sie auf Mobilgeräten dieselben wichtigen Inhalte an wie auf der Desktop-Version.