Wie viel eine Website kostet und wie lange sie dauert, hängt vor allem von den gewünschten Funktionen und davon ab, wie viel Sie selbst übernehmen. Ein Baukasten kostet weniger, braucht aber Zeit für Einrichtung und Pflege. Eine Agentur übernimmt mehr Arbeit und kostet deshalb mehr.
Berücksichtigen Sie neben den Kosten für die Erstellung auch Texte, Bilder, Abstimmungen, laufende Gebühren und spätere Änderungen. So vergleichen Sie, welche Leistungen die Angebote tatsächlich umfassen.
Umfang vor Preis klären
Legen Sie zuerst fest, was die Website zum Start können muss. Eine Seite mit Kontaktdaten und Leistungen braucht weniger Planung als ein Shop mit Produktverwaltung oder individuellen Schnittstellen. Für jede zusätzliche Funktion müssen Sie meist mehr abstimmen, umsetzen und prüfen.
Unterscheiden Sie dabei zwischen notwendigen und später ergänzbaren Funktionen. Eine kleine Unternehmenswebsite kann zunächst mit den wichtigsten Informationen und einem Kontaktweg starten. Buchung, mehrere Sprachen oder ein umfangreicher Blog lassen sich separat einplanen, wenn Sie diese Funktionen tatsächlich brauchen.
Auch die Inhalte gehören zum Umfang. Klären Sie, wer Texte und Bilder erstellt, wer sie in die Website einpflegt und wer sie nach der Veröffentlichung aktualisiert. Wenn Sie diese Aufgaben selbst übernehmen, sinken die Ausgaben für externe Leistungen, Ihr eigener Zeitaufwand steigt aber.
Baukasten, CMS oder Agentur
Ein Baukasten eignet sich, wenn Sie eine überschaubare Website selbst einrichten und pflegen möchten. Ein Content-Management-System, also eine Software zum Erstellen und Pflegen von Website-Inhalten, wie WordPress bietet mehr Kontrolle. Wenn Sie es selbst verwalten, brauchen Einrichtung und Wartung mehr Zeit. Eine Agentur übernimmt größere Teile der Umsetzung; Sie müssen trotzdem Ziele festlegen, Inhalte liefern und Entscheidungen freigeben.
Ein Anbieter vergleicht diese drei Möglichkeiten nach Kosten und danach, wie viel Arbeit Sie selbst übernehmen. Solche Beispiele sind kein repräsentativer Preisvergleich und kein verbindliches Angebot. Fragen Sie bei jedem Anbieter nach, welche Leistungen enthalten sind und welche Gebühren nach der Veröffentlichung weiterlaufen.
Angebote nach Leistungen vergleichen
Ein Gesamtpreis lässt sich nur beurteilen, wenn der Leistungsumfang klar ist. Prüfen Sie, ob Konzeption und Gestaltung, Texte, Bilder, das Einfügen der Inhalte in die Website, Tests und Übergabe enthalten sind. Klären Sie außerdem, wie viele Feedbackrunden vorgesehen sind und was zusätzliche Änderungen kosten.
Stundensätze helfen beim Verständnis eines Angebots, ergeben aber keinen Website-Festpreis. Der Freelancer-Kompass 2025 nennt für die befragten Selbstständigen im DACH-Raum einen Durchschnitt von 104 Euro pro Stunde über verschiedene Fachgebiete hinweg. Für Entwicklung, Technik und Daten nennt er 117 Euro, für Grafik, Inhalte und Medien 82 Euro. Diese Werte sind weder deutsche Webdesign-Angebotspreise noch direkt mit einem fertigen Projektbudget vergleichbar.
Planen Sie auch rechtliche und technische Anforderungen ein. Geschäftliche Websites brauchen die passenden Anbieterinformationen; sobald Kundendaten erhoben werden, kommen Datenschutzfragen hinzu. Welche Anforderungen gelten, hängt von Ihrem Angebot und den eingesetzten Funktionen ab. Lassen Sie im Angebot festhalten, wer diese Punkte prüft und umsetzt.
Zeit für Inhalte und Freigaben einplanen
Zeitpläne für Websites hängen stark davon ab, ob Inhalte bereits vorliegen und wie schnell Entscheidungen fallen. Eine Agentur nennt für mittelgroße Relaunches vier bis zwölf Wochen. Eine andere veranschlagt für Relaunches von kleinen und mittleren Unternehmen acht bis 16 Wochen; größere Vorhaben mit Migration und individueller Entwicklung können dort drei bis sechs Monate dauern. Das sind Anbieter-Schätzungen für unterschiedliche Relaunch-Projekte, keine allgemeingültigen Fristen für jede neue Website.
Legen Sie im Zeitplan konkrete Termine für Texte, Bilder, Rückmeldungen und Freigaben fest. Bestimmen Sie eine Person, die Entscheidungen verbindlich trifft. Bei einem Relaunch sollten Sie außerdem früh prüfen, ob die Zugänge zur Domain, zum Hosting und zum bisherigen Redaktionssystem vorhanden sind. Fehlende Inhalte oder Zugänge bremsen die Umsetzung, auch wenn die technische Arbeit bereits begonnen hat.
Relaunches brauchen zusätzliche Planung
Bei einer bestehenden Website müssen Sie Inhalte und Internetadressen prüfen, bevor die neue Seite online geht. Wenn sich Internetadressen ändern, empfiehlt Google, alte und neue Adressen einander zuzuordnen. Google empfiehlt außerdem, passende Weiterleitungen einzurichten. Zur Empfehlung gehört auch, die Besuche auf der Website nach dem Umzug zu beobachten. Während einer solchen Umstellung können Suchmaschinenpositionen vorübergehend schwanken.
Diese Arbeit gehört in den Zeit- und Kostenplan eines Relaunches. Eine neue Website ohne bestehende Inhalte und Adressen braucht diese Migration nicht. Fragen Sie bei einem Relaunch konkret, wer die Adressen einander zuordnet. Klären Sie auch, wer die Weiterleitungen einrichtet und wer die Website anschließend kontrolliert.
Laufende Kosten berücksichtigen
Das Budget endet nicht mit der Veröffentlichung. Für die Domain (Internetadresse), das Hosting (Speicherplatz für die Website), den Baukasten oder Erweiterungen können wiederkehrende Gebühren anfallen. Hinzu kommen mögliche Kosten für Wartung und Sicherheitsupdates. Auch neue Inhalte und spätere Änderungen können Kosten verursachen. Lassen Sie diese Positionen getrennt vom einmaligen Erstellungsaufwand ausweisen.
Vergleichen Sie deshalb die Kosten über einen passenden Zeitraum und fragen Sie, wer die Website nach dem Start pflegt. Wenn Sie Änderungen selbst vornehmen, brauchen Sie dafür Zeit und Zugriff auf die nötigen Werkzeuge. Wenn ein Dienstleister die Pflege übernimmt, sollten Umfang und Preis der laufenden Leistung schriftlich feststehen.