Bei der Planung einer Website entscheiden Sie, wie sie entsteht und wer sie pflegt. Dafür kommen ein Baukasten, ein Content-Management-System (CMS) zur Verwaltung von Website-Inhalten, eine individuell programmierte Website oder ein Freelancer beziehungsweise eine Agentur infrage.
Entscheidend ist, wie oft Sie Inhalte ändern und welche Funktionen Sie brauchen. Auch der Umfang der technischen Arbeit, die Sie selbst übernehmen möchten, spielt eine Rolle. Für einen einfachen Start eignet sich ein Baukasten. Ein CMS passt zu wachsenden Inhalten; besondere Abläufe sprechen für individuelle Programmierung. Freelancer und Agenturen unterstützen bei allen vier Wegen.
Die vier Wege im Vergleich
| Weg | Was Sie übernehmen | Passt häufig, wenn … | Was Sie mitplanen sollten |
|---|---|---|---|
| Baukasten | Sie erstellen die Website in einem Online-Editor aus Vorlagen und Bausteinen. | Sie eine überschaubare Informations-, Vereins- oder Portfolioseite benötigen. | Tarif, Funktionsumfang und Grenzen bei Gestaltung und Erweiterungen |
| CMS | Sie verwalten Inhalte in einem System, das Vorlagen und Erweiterungen unterstützt. | Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen oder die Website später ausbauen möchten. | Hosting, Updates, Backups und Zuständigkeit für die technische Pflege |
| Individuelle Programmierung | Sie lassen passende Funktionen und Seiten gezielt mit Code entwickeln. | Standardlösungen Ihre Abläufe oder Anforderungen nicht abdecken. | Entwicklungsbudget, spätere Änderungen und laufender Betrieb |
| Freelancer oder Agentur | Sie übertragen Konzeption, Gestaltung oder Umsetzung ganz oder teilweise an Fachleute. | Ihnen Zeit oder Fachwissen fehlt oder die Website geschäftlich besonders wichtig ist. | Leistungsumfang, Plattform, laufende Betreuung und Zuständigkeiten |
Die ersten drei Punkte beschreiben, womit Sie die Website erstellen. Der vierte beschreibt, wer die Arbeit übernimmt. Ein Freelancer kann beispielsweise eine Website mit einem CMS aufsetzen; eine Agentur kann einen Baukasten, ein CMS oder eine individuelle Lösung einsetzen. Klären Sie deshalb bei einem Angebot sowohl die technische Plattform als auch die beauftragten Leistungen.
Wann ein Baukasten genügt
Bei einem Baukasten bearbeiten Sie Ihre Website in einem Online-Dienst. Sie wählen eine Vorlage, fügen Texte und Bilder ein und passen die Seiten in einem Editor am Bildschirm an. Hosting und weitere Funktionen können im Tarif enthalten sein. So müssen Sie keinen eigenen Server einrichten, und der technische Einstieg fällt leichter.
Für eine kleine Website mit wenigen Seiten, einem Kontaktbereich und gelegentlichen Änderungen reicht das oft aus. Prüfen Sie vor der Anmeldung, ob der Tarif alles bietet, was Sie brauchen. Dazu können ein eigenes Erscheinungsbild, Formulare oder die Möglichkeit gehören, die Website später auszubauen. Vergleichen Sie auch die laufenden Gebühren und berücksichtigen Sie Ihre eigene Zeit für Gestaltung und Pflege. Die Bedienung kann einfach sein. Welche Designs und Funktionen verfügbar sind, bestimmt jedoch das Angebot des jeweiligen Anbieters.
Wann sich ein CMS lohnt
Ein CMS verwaltet die Inhalte einer Website und legt fest, wie ihre Seiten aufgebaut sind. Bei WordPress können Sie zum Beispiel Vorlagen für die Gestaltung und Erweiterungen für zusätzliche Funktionen nutzen. Ein CMS passt daher häufig zu Websites, auf denen regelmäßig neue Beiträge, Angebote oder Informationen erscheinen.
Bei einem selbst betriebenen CMS übernehmen Sie neben den Inhalten auch technische Aufgaben. Dazu gehören Hosting, Updates und Backups. WordPress empfiehlt, vor Updates eine Sicherung anzulegen. Kleinere Sicherheitsupdates können automatisch laufen. Für größere Aktualisierungen sind je nach Einrichtung weitere Schritte nötig. Sie können diese Aufgaben selbst erledigen oder eine Hosting-Firma beziehungsweise einen Dienstleister damit beauftragen. Klären Sie vorab, wer im Fehlerfall reagiert und wer die Sicherungen prüft.
Bei einem CMS-Dienst übernimmt der Anbieter einen Teil des technischen Betriebs. Vergleichen Sie dabei genau, was der Anbieter übernimmt und welche Funktionen im gewählten Tarif enthalten sind. „CMS“ allein sagt noch nicht, wie viel Pflege bei Ihnen bleibt.
Wann individuelle Programmierung passt
Bei einer individuellen Entwicklung werden Gestaltung und Funktionen auf Ihren Bedarf zugeschnitten. Das ist sinnvoll, wenn ein besonderer Ablauf oder eine spezielle Funktion mit einem Baukasten oder den verfügbaren CMS-Erweiterungen nicht passend abgebildet werden kann.
Individuelle Programmierung muss keine umfangreiche Webanwendung bedeuten. Eine einfache Website kann aus statischen Dateien bestehen, die der Server unverändert ausliefert. Dynamische Funktionen, etwa personalisierte Inhalte oder gespeicherte Nutzerdaten, brauchen zusätzliche Technik und häufig eine Datenbank. Je mehr Funktionen Sie beauftragen, desto wichtiger wird es, neben der ersten Umsetzung auch Betrieb, Änderungen und Zuständigkeiten zu planen.
Bei individuell programmierten Websites hängt der Preis stark vom Umfang ab. Lassen Sie sich deshalb ein Angebot erstellen, das Funktionen, Gestaltung, Inhalte, Tests und spätere Betreuung getrennt aufführt.
Wann ein Dienstleister hilft
Ein Freelancer oder eine Agentur kann Ihnen Arbeit abnehmen, wenn intern Zeit oder technisches Wissen fehlen. Sie können einzelne Aufgaben wie Gestaltung oder Einrichtung auslagern oder die Umsetzung vollständig beauftragen. Eine Beauftragung bedeutet dabei nicht automatisch, dass Sie eine individuell programmierte Website erhalten. Fragen Sie ausdrücklich, welche Plattform zum Einsatz kommt und warum sie zu Ihren Anforderungen passt.
Vergleichen Sie Angebote nach dem enthaltenen Umfang statt nur nach dem Gesamtpreis. Sind Texte, Bilder, Einweisung, technische Einrichtung oder Wartung eingeschlossen? Wer aktualisiert die Website nach der Übergabe? Wer verwaltet Domain und Zugangsdaten? Wenn eine laufende Betreuung angeboten wird, sollte klar beschrieben sein, welche Aufgaben sie umfasst und welche zusätzlichen Kosten anfallen.
Was bei Kosten und Pflege zählt
Der Preis für die Erstellung ist nur ein Teil der Rechnung. Je nach Weg kommen laufende Gebühren für einen Baukastentarif oder Hosting hinzu. Auch Erweiterungen, technische Betreuung und Ihre eigene Arbeitszeit gehören in den Vergleich. Ein niedriger Einstiegspreis zeigt nicht, wie hoch die Gesamtkosten sind, wenn Sie später Funktionen ergänzen oder regelmäßig Hilfe brauchen.
Legen Sie außerdem fest, wer Inhalte aktualisiert und wer technische Aufgaben übernimmt. Bei seltenen Änderungen kann eine einfache Pflegevereinbarung genügen. Wenn mehrere Personen regelmäßig Beiträge veröffentlichen, sollten Sie ein CMS und klare Zugriffsrechte einplanen. Fragen Sie bei jedem Anbieter auch, wie Sie Ihre Inhalte exportieren können, wer die Domain verwaltet und welche Vertragsbedingungen für einen Wechsel gelten.
Was die Plattform für Suchmaschinen leistet
Keine Plattform sichert gute Platzierungen in Suchmaschinen. Damit Google eine Seite berücksichtigen kann, muss Googles Suchmaschinenroboter, ein Programm, das Seiten aufruft, auf sie zugreifen können. Die Seite muss außerdem Inhalte enthalten, die Google in seinen Suchindex aufnehmen kann. Auch dann ist eine Aufnahme in den Index nicht sicher.
Ein CMS erleichtert bestimmte Aufgaben. Sie können damit zum Beispiel Seitentitel bearbeiten oder eine Sitemap bereitstellen, eine Übersicht der Seiten für Suchmaschinen. Entscheidend bleibt, dass Ihre Seiten technisch erreichbar sind und nützliche Inhalte bieten. Prüfen Sie bei einer Umsetzung deshalb, ob wichtige Seiten auf Mobilgeräten funktionieren, ob Suchmaschinen sie aufrufen können und ob die Inhalte verständlich strukturiert sind.
Die passende Plattform für Ihre Website wählen
Beginnen Sie mit den Anforderungen, die Ihre Website heute erfüllen muss. Dazu zählen die benötigten Seiten und Funktionen. Halten Sie außerdem fest, wie oft sich Inhalte ändern und wer sie aktualisiert. Trennen Sie notwendige Funktionen von Ideen, die vielleicht erst später relevant werden. So vermeiden Sie, für eine umfangreiche Lösung zu zahlen, bevor Sie sie benötigen.
Für eine einfache Präsenz mit wenigen Änderungen ist ein Baukasten oft ein naheliegender Start. Wenn Sie regelmäßig Inhalte veröffentlichen oder die Website schrittweise erweitern möchten, prüfen Sie ein CMS und legen Sie die technische Pflege fest. Wenn besondere Abläufe entscheidend sind, holen Sie Angebote für eine individuelle Umsetzung ein. Ein Freelancer oder eine Agentur kann Sie bei jedem dieser Wege begleiten, wenn Ihnen Zeit oder Fachwissen fehlen.