Legen Sie zuerst fest, was Ihre Website erreichen soll und welche Inhalte sie braucht. Danach wählen Sie, wie Sie die Seiten erstellen und veröffentlichen. Programmierkenntnisse sind dafür nicht zwingend nötig.
Im Alltag werden „Webseite“ und „Website“ oft gleich verwendet. Technisch ist eine Webseite eine einzelne Seite; eine Website umfasst mehrere zusammengehörige Seiten und Dateien. Beim Aufbau eines Internetauftritts geht es um beides und um die Entscheidungen vor dem Start.
Was gehört zu einer Webseite?
Eine Webseite besteht aus sichtbaren Inhalten und technischen Dateien. Überschriften, Texte, Bilder und Menüs bilden die Inhalte, die Besucherinnen und Besucher wahrnehmen. Der Browser braucht dafür passende Dateien und Dienste, die im Hintergrund arbeiten.
Drei Webtechnologien übernehmen dabei häufig unterschiedliche Aufgaben: HTML ordnet Inhalte und kennzeichnet ihre Bedeutung, CSS bestimmt Aussehen und Anordnung, und JavaScript ergänzt interaktive Funktionen. Ein einfacher Internetauftritt kommt oft ohne aufwendige Skripte aus. Umfangreiche Angebote mit Konten, Buchungen oder anderen dynamischen Funktionen können zusätzlich Server-Code und Datenbanken benötigen.
Wenn Sie eine Internetadresse im Browser öffnen, fordert der Browser die passende Seite von einem Server an. Der Server liefert die Inhalte und weitere Dateien, etwa Bilder oder Gestaltungsvorgaben. Der Browser setzt diese Bestandteile zu einer sichtbaren Seite zusammen.
Was sollte ich zuerst planen?
Legen Sie zuerst fest, was die Webseite leisten soll: Ihr Angebot erklären, Anfragen ermöglichen, Termine buchbar machen oder regelmäßig neue Beiträge veröffentlichen. Davon hängt ab, welche Inhalte und Funktionen Sie brauchen.
Legen Sie außerdem fest, für wen Sie schreiben und welche Information diese Personen zuerst suchen. Ein Handwerksbetrieb könnte etwa Öffnungszeiten, Leistungen, Einsatzgebiet und Kontaktmöglichkeiten in den Vordergrund stellen. Für einen Verein sind Informationen zu Mitgliedschaft, Terminen und Ansprechpersonen oft wichtig.
Klären Sie vor der Gestaltung, wer Texte und Bilder liefert und wer sie später aktualisiert. So warten Sie mit dem fertigen Layout nicht auf fehlende Inhalte und lassen nach dem Start keine veralteten Angaben stehen.
Welche Seiten brauche ich?
Eine kleine Webseite kommt häufig mit wenigen, klar benannten Seiten aus. Dazu zählen eine Startseite, eine Seite zu Leistungen oder Angeboten und eine Kontaktseite. Eine eigene Seite für häufige Fragen oder Referenzen lohnt sich, wenn Besucher dort wichtige Informationen erwarten.
Ordnen Sie die Seiten so, dass man die wichtigsten Inhalte schnell findet. Das Hauptmenü sollte nicht jede Unterseite aufführen. Gruppieren Sie zusammengehörige Themen und verwenden Sie Bezeichnungen, die Besucher verstehen, etwa „Leistungen“ statt interner Fachbegriffe.
Eine Startseite muss nicht alle Einzelheiten enthalten. Sie sollte knapp erklären, worum es geht, und zu den passenden Unterseiten führen. Auf jeder Seite hilft eine klare Überschrift dabei, den Inhalt einzuordnen.
Muss ich programmieren können?
Nein. Ein Webseitenbaukasten stellt vorgefertigte Werkzeuge bereit, mit denen Sie Seiten ohne eigenen Code zusammenstellen können. Das passt zu überschaubaren Vorhaben, wenn die vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten und Funktionen ausreichen.
Mit einem Content-Management-System, kurz CMS, verwalten Sie Inhalte wie Seiten und Beiträge. Ein CMS eignet sich, wenn Sie regelmäßig Inhalte ändern oder veröffentlichen. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt auch davon ab, welche Funktionen Sie brauchen und wer die Webseite pflegt.
Bei einer individuell entwickelten Webseite lässt sich die Umsetzung gezielt an besondere Anforderungen anpassen. Dafür ist mehr technische Planung nötig, und auch spätere Änderungen brauchen passende Kenntnisse oder Unterstützung. Vergleichen Sie die Optionen danach, welche Inhalte und Funktionen Sie brauchen und wer die Webseite pflegt.
Was sind Domain und Hosting?
Die Domain ist die lesbare Internetadresse, unter der Besucher Ihre Webseite aufrufen, beispielsweise eine Adresse mit der Endung „.de“. Hosting umfasst den Speicherplatz für die Webseiten-Dateien und ihre Bereitstellung im Internet. Domain, Hosting und Webseiteninhalte sind also verschiedene Bestandteile, auch wenn ein Anbieter sie gemeinsam bereitstellt.
Für den Start brauchen Sie eine passende Adresse und einen Ort, an dem Ihre Webseite erreichbar ist. Prüfen Sie vor der Auswahl, ob die gewünschte Domain verfügbar ist und welche Leistungen im Hosting oder im Baukasten enthalten sind. Die Preise für eine Domain hängen vom Anbieter ab; daraus lässt sich kein verlässlicher Gesamtpreis für eine Webseite ableiten.
Was kostet eine Webseite?
Einen allgemeinen Gesamtpreis gibt es nicht. Die Kosten hängen davon ab, ob Sie selbst Inhalte und Gestaltung umsetzen, welche Funktionen Sie benötigen und ob Sie einzelne Aufgaben vergeben.
Planen Sie mögliche Ausgaben für Domain und Hosting oder Plattform, Gestaltung und Entwicklung, Texte und Bilder sowie laufende Pflege ein. Auch kostenpflichtige Zusatzfunktionen können dazukommen. Holen Sie für individuelle Arbeiten ein Angebot ein, das den Umfang und spätere Änderungen klar beschreibt.
Was prüfe ich vor dem Webseitenstart?
Rufen Sie die wichtigsten Seiten auf einem Mobiltelefon und einem größeren Bildschirm auf. Prüfen Sie, ob Texte lesbar bleiben und Menüs sowie Links funktionieren. Senden Sie ein Testformular ab und kontrollieren Sie, ob die Anfrage an der richtigen Stelle ankommt.
Geben Sie jeder Seite einen aussagekräftigen Titel und gliedern Sie längere Texte mit passenden Überschriften. Bilder, die eine wichtige Information vermitteln, brauchen eine Textalternative, die diese Information beschreibt. Barrierefreiheit bedeutet, Webseiten auch für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen nutzbar zu gestalten. Automatische Prüfwerkzeuge helfen bei der Suche nach Problemen, ersetzen aber keine menschliche Prüfung.
Klären Sie außerdem vor der Veröffentlichung, welche rechtlichen Angaben für Ihr Angebot und Ihre Situation gelten. In Deutschland verlangt § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes bestimmte Anbieterinformationen für geschäftsmäßige digitale Dienste, die in der Regel gegen Entgelt angeboten werden. Welche Angaben nötig sind, hängt unter anderem von Ihrer Tätigkeit und Ihrem rechtlichen Status ab.
Auch ein Cookie-Banner ist nicht automatisch für jede Webseite gleich zu beurteilen. Das Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz regelt das Speichern von Informationen auf Geräten und den Zugriff darauf. Es sieht Ausnahmen vor, etwa wenn ein Zugriff für einen ausdrücklich angeforderten Dienst unbedingt erforderlich ist. Entscheidend ist deshalb, welche Technologien Ihre Webseite verwendet und welchem Zweck sie dienen. Prüfen Sie die rechtlichen Anforderungen für Ihren konkreten Fall.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, darunter bestimmte elektronische Dienstleistungen für Verbraucher. Für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sieht das Gesetz eine Ausnahme vor. Daraus folgt keine pauschale Aussage für jede Webseite: Ob Pflichten gelten, hängt vom Angebot und den Umständen ab.
Wie finden Suchmaschinen die Webseite?
Damit eine Suchmaschine Ihre Inhalte verstehen und anzeigen kann, müssen die Seiten erreichbar und klar gegliedert sein. Verlinken Sie wichtige Seiten über normale, anklickbare Links und schreiben Sie Titel, die den jeweiligen Inhalt beschreiben. Nützliche, gut strukturierte Inhalte helfen sowohl Besuchern als auch Suchmaschinen.
Solche Maßnahmen garantieren weder, dass die Suchmaschine eine Seite in ihren Suchindex aufnimmt, noch einen bestimmten Rang. Der Suchindex ist die Sammlung der Seiten, die Google in den Suchergebnissen anzeigen kann. Google zufolge können Änderungen innerhalb von Stunden sichtbar werden oder mehrere Monate benötigen. Warten Sie einige Wochen, bevor Sie die Wirkung einer Änderung beurteilen.
Wie pflege ich die Webseite nach dem Start?
Eine Webseite braucht auch nach der Veröffentlichung Pflege. Aktualisieren Sie Öffnungszeiten, Kontaktangaben, Preise oder Leistungsbeschreibungen, sobald sie sich ändern. Prüfen Sie regelmäßig, ob Formulare und wichtige Links noch funktionieren.
Bestimmen Sie, wer Inhalte aktualisiert und wie Sie wichtige Daten kopieren und sichern. Welche Sicherung und technische Wartung nötig sind, hängt davon ab, wie die Webseite erstellt und gehostet wird. Halten Sie sich dabei an die Hinweise des jeweiligen Anbieters oder der Person, die die Webseite betreut.