Welche Internetseite passt, hängt davon ab, was Besucher dort tun sollen und wer Inhalte und Technik pflegt. Eine Informationsseite braucht weniger Funktionen als ein Shop oder Buchungssystem.
Klären Sie zuerst, wozu die Website dienen und wie umfangreich sie sein soll. So können Sie Aufwand, Kosten und rechtliche Anforderungen besser einschätzen. Es gibt keine feste Seitenzahl und keinen Preis, der zu jedem Vorhaben passt.
Was sollte ich zuerst klären?
Legen Sie fest, was die Website erreichen soll: Soll sie informieren, Anfragen ermöglichen, Termine vermitteln oder Verkäufe abwickeln? Daraus ergeben sich die Inhalte und Funktionen. Eine Praxis braucht zum Beispiel gut auffindbare Kontaktangaben und Informationen zu ihrem Angebot. Ein Shop muss zusätzlich Produkte präsentieren und Bestellungen ermöglichen.
Überlegen Sie auch, wer die Website nach dem Start aktualisiert. Wenn Sie regelmäßig Öffnungszeiten, Angebote oder Beiträge ändern, sollte die gewählte Lösung solche Änderungen einfach machen. Planen Sie Datenschutz, Sicherheit und Barrierefreiheit von Anfang an mit ein. So vermeiden Sie, wichtige Anforderungen erst kurz vor der Veröffentlichung berücksichtigen zu müssen.
Welche Website-Lösung passt?
Ein Baukasten eignet sich für eine überschaubare Website, wenn Sie Gestaltung und Inhalte selbst pflegen möchten. Mit einem Content-Management-System (CMS) verwalten Sie Seiten und Beiträge an einem zentralen Ort. Es kann passen, wenn viele Inhalte regelmäßig aktualisiert werden oder die Website wachsen soll. Planen Sie dafür auch Zeit für Updates und laufende Pflege ein.
Eine Agentur oder eine Fachperson ist eine Option, wenn Sie Unterstützung bei Konzeption, Gestaltung, besonderen Funktionen oder technischer Betreuung brauchen. Auch dann sollten Sie vorab festlegen, welche Inhalte Sie liefern, wer Änderungen beauftragt und wer sich nach dem Start um Updates kümmert.
Vergleichen Sie die Lösungen danach, wie gut sie zur Größe der Website, Ihren Kenntnissen und dem nötigen Pflegeaufwand passen. Prüfen Sie auch, welche laufenden Leistungen enthalten sind und wie Sie Inhalte später ändern oder zu einem anderen Anbieter mitnehmen können. Welche Lösung am günstigsten ist und am besten passt, hängt von Ihrem Vorhaben ab.
Was gehört ins Budget?
Kalkulieren Sie neben der Erstellung auch laufende Ausgaben. Dazu zählen die Domain, also die Internetadresse, und das Hosting, also Speicherplatz auf einem Server, von dem die Website ausgeliefert wird. Je nach Umsetzung kommen kostenpflichtige Werkzeuge oder Erweiterungen hinzu.
Planen Sie auch Zeit und Kosten für Planung, Gestaltung und Texte ein. Für zusätzliche Funktionen wie einen Shop, Terminbuchungen oder Schnittstellen können weitere Kosten anfallen. Auch Updates, Sicherungskopien und Sicherheitsmaßnahmen brauchen Zeit oder Unterstützung. Konkrete Gesamtkosten hängen vom Umfang und der gewählten Lösung ab. Pauschale Durchschnittspreise sind deshalb keine verlässliche Grundlage für jedes Vorhaben.
Welche Inhalte brauche ich?
Nehmen Sie nur die Seiten auf, die Besucher für ihr Anliegen brauchen. Erklären Sie Ihr Angebot verständlich, nennen Sie Kontaktmöglichkeiten und führen Sie klar zum nächsten Schritt, etwa zu einer Anfrage oder Buchung. Prüfen Sie, welche Inhalte aktuell bleiben müssen und wer sie pflegt.
Für geschäftsmäßige digitale Dienste gelten Informationspflichten nach dem Digitale-Dienste-Gesetz. Dazu können Angaben zum Anbieter gehören, die leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein müssen. Welche Angaben im konkreten Fall erforderlich sind, hängt unter anderem vom Betreiber und vom Angebot ab. Eine allgemeine Impressumsvorlage lässt offen, welche Angaben in Ihrem Fall nötig sind. Eine IHK empfiehlt, das Impressum auf geschäftlichen Websites mit höchstens zwei Klicks erreichbar zu machen; diese Klickzahl ist eine Empfehlung, keine gesetzliche Vorgabe.
Was gilt für Datenschutz?
Prüfen Sie, welche personenbezogenen Daten Ihre Website verarbeitet und welche externen Dienste eingebunden sind. Das betrifft zum Beispiel Kontaktformulare oder eingebettete Inhalte. Erfassen Sie nur Daten, die für den jeweiligen Zweck erforderlich sind, und erklären Sie die Verarbeitung verständlich.
Für das Speichern von Informationen auf einem Gerät oder den Zugriff auf dort gespeicherte Informationen verlangt § 25 TDDDG grundsätzlich eine Einwilligung, wenn keine gesetzliche Ausnahme greift. Eine Ausnahme gilt unter anderem für Vorgänge, die unbedingt erforderlich sind, um einen ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst bereitzustellen. Welche Einwilligungslösung nötig ist, hängt von den eingesetzten Technologien und ihrem Zweck ab. Je nach Fall genügt ein Hinweis oder ist eine Einwilligung erforderlich.
Muss die Website barrierefrei sein?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) gilt nicht automatisch für jede Website. Es erfasst bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Dazu gehören bestimmte digitale Dienste über eine Website oder App, die darauf ausgerichtet sind, dass Verbraucher einen Vertrag abschließen. Die Regeln gelten grundsätzlich seit dem 28. Juni 2025. Für bestimmte Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sieht das Gesetz eine Ausnahme vor; ob sie greift, hängt von den gesetzlichen Kriterien und dem konkreten Angebot ab.
Wenn Ihre Website unter das Gesetz fällt, können die Anforderungen die gesamte Website oder App betreffen. Öffentliche Stellen des Bundes unterliegen eigenen Vorgaben. Auch unabhängig von einer gesetzlichen Pflicht lohnt es sich, verständliche Texte, gut erkennbare Bedienelemente und eine klare Navigation einzuplanen. Die genaue technische Prüfung richtet sich nach den jeweils geltenden Anforderungen.
Wird die Website bei Google gefunden?
Die Veröffentlichung allein garantiert weder die Aufnahme in den Suchindex noch eine bestimmte Position in den Suchergebnissen. Google empfiehlt, Inhalte so aufzubauen, dass Suchmaschinen sie finden und verstehen können. Dazu gehören hilfreiche Texte, erreichbare Seiten und eine Nutzung, die auch auf Mobilgeräten funktioniert.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) umfasst Maßnahmen, die Inhalte und die technische Zugänglichkeit einer Website für Suchmaschinen verbessern. Sie ist keine einmalige Einstellung, die eine gute Platzierung verspricht. Beobachten Sie nach dem Start, welche Seiten Besucher finden und welche Inhalte ihre Fragen beantworten. Passen Sie die Website an, wenn Informationen fehlen oder sich Angebote ändern.
Was prüfe ich vor dem Start?
Testen Sie die Website auf einem Computer und einem Mobilgerät. Prüfen Sie Navigation, Formulare und Kontaktwege. Kontrollieren Sie die Öffnungszeiten und Kontaktdaten. Achten Sie darauf, dass die Anbieterinformationen stimmen. Prüfen Sie außerdem, welche Dienste Daten erfassen. Kontrollieren Sie, ob die Domain und die Zugänge unter Ihrer Kontrolle stehen. Klären Sie, wer Updates und Sicherungskopien übernimmt.
Gehen Sie vor der Veröffentlichung auch diese Punkte durch:
- Sind alle wichtigen Inhalte verständlich und aktuell?
- Funktionieren Links, Formulare und Buchungswege?
- Lässt sich die Website per Tastatur und auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen bedienen?
- Ist klar, wer Pflege, Updates und Sicherungskopien übernimmt?