Schritt 01 / Planen und Budget

Was ist eine Webseite? Grundlagen einfach erklärt

Wenn Sie eine Internetseite erstellen, begegnen Ihnen Begriffe wie Webseite, Website und Domain. Eine Webseite ist ein einzelnes Dokument. HTML kennzeichnet darin Überschriften und Absätze sowie Links und andere Inhalte. Der Browser zeigt das Dokument an. Texte, Bilder und andere Dateien ergänzen es.

Mehrere zusammengehörige Webseiten bilden meist eine Website. Damit Besucherinnen und Besucher sich auf Ihrer Website zurechtfinden, brauchen Sie eine klare Seitenstruktur, passende Inhalte und einen Ort, an dem die Dateien erreichbar sind.

Webseite, Website und Homepage

Eine Webseite ist eine einzelne Seite mit eigener Webadresse, zum Beispiel eine Seite mit Öffnungszeiten. Eine Website umfasst mehrere solcher Seiten, die über eine gemeinsame Adresse und Navigation zusammengehören. Im Alltag wird „Homepage“ oft für die gesamte Website verwendet. Genau genommen meint der Begriff die Startseite.

Das Web ist ein Teil des Internets: Es verbindet öffentlich erreichbare Webseiten, die Sie mit einem Browser aufrufen. Manche Websites bestehen überwiegend aus einer einzigen Seite. Dort ändern sich Inhalte beim Benutzen, ohne dass der Browser für jeden Bereich eine eigene Seite lädt.

Was beim Aufruf einer Webseite passiert

Wenn Sie eine Webadresse in den Browser eingeben, muss der Browser zuerst herausfinden, welcher Server die angefragten Dateien bereitstellt. Dafür nutzt er das DNS. Dieser Dienst ordnet Domainnamen wie beispiel.de den passenden Serveradressen zu. Anschließend fordert der Browser die benötigten Dateien beim Server an und setzt sie zu einer sichtbaren Webseite zusammen.

Eine URL ist die vollständige Webadresse eines Inhalts. Sie enthält meist einen Domainnamen und oft auch einen Seitenpfad. Die Domain ist also nur ein Teil der URL.

Woraus eine Webseite besteht

Drei Webtechnologien erklären die Grundlagen:

  • HTML gibt den Inhalten eine Struktur. Es kennzeichnet zum Beispiel Überschriften, Absätze, Links, Bilder und Formulare.
  • CSS gestaltet Farben, Schriftbild und Anordnung.
  • JavaScript ergänzt Verhalten, zum Beispiel eine Reaktion auf eine Eingabe oder Inhalte, die sich beim Benutzen ändern.

Nicht jede Webseite braucht JavaScript. Eine einfache Informationsseite kommt oft mit HTML und CSS aus. Bilder, Videos und andere Dateien können zusätzlich eingebunden werden.

Auf einer einzelnen Webseite finden Sie häufig einen Kopfbereich, eine Navigation, den Hauptinhalt und einen Fußbereich. Diese Teile sind verbreitete Gestaltungsmuster, aber keine Pflicht. Entscheidend ist, dass Besucherinnen und Besucher schnell erkennen, wo sie sind und wie sie die gesuchten Informationen finden.

Seiten einer Website sinnvoll ordnen

Planen Sie die Struktur der gesamten Website nach den Inhalten. Eine kleine Bäckerei könnte eine Startseite und eine Angebotsseite anbieten. Hinzu kämen eine Seite mit Öffnungszeiten und eine Kontaktseite. Die Öffnungszeiten bilden eine Webseite; alle Seiten zusammen ergeben die Website.

Leiten Sie die Navigation aus den Themen ab, die Sie tatsächlich anbieten. Wenn Besucherinnen und Besucher bestimmte Informationen suchen, sollten die passenden Seiten unter verständlichen Bezeichnungen erreichbar sein. Aussagekräftige Überschriften und klar gekennzeichnete Inhaltsbereiche erleichtern die Orientierung. Sie helfen auch Menschen, die einen Screenreader oder eine Tastatur zur Navigation verwenden.

Eine Website planen

Beginnen Sie mit dem Zweck: Was sollen Besucherinnen und Besucher auf der Website erfahren oder erledigen? Für eine Bäckerei könnten das Öffnungszeiten, das Angebot und die Kontaktmöglichkeiten sein. Daraus ergibt sich, welche Inhalte und Seiten Sie brauchen.

Eine einfache Reihenfolge hilft bei der Umsetzung:

  1. Legen Sie fest, an wen sich die Website richtet und welche Aufgabe sie erfüllen soll.
  2. Sammeln Sie die nötigen Inhalte und teilen Sie sie in passende Seiten ein.
  3. Skizzieren Sie die Navigation und ordnen Sie die Seiten nachvollziehbar.
  4. Entscheiden Sie, wie Sie die Website gestalten und umsetzen.
  5. Prüfen Sie Texte, Links und Darstellung, bevor Sie die Website veröffentlichen.

Für die Umsetzung können Sie einen Website-Baukasten oder ein Content-Management-System nutzen. Diese Werkzeuge helfen beim Erstellen und Verwalten von Seiten. Wer die technische Struktur selbst schreiben möchte, kann HTML, CSS und bei Bedarf JavaScript verwenden. Zum Einstieg müssen Sie nicht selbst programmieren können.

Domain und Hosting unterscheiden

Die Domain ist der lesbare Name Ihrer Website. Das Hosting stellt die Dateien über einen Server im Internet bereit. Eine Domain allein zeigt noch keine Inhalte an: Erst wenn die Website-Dateien an einem erreichbaren Ort liegen und mit der Domain verbunden sind, können Besucherinnen und Besucher die Website aufrufen.

Vor der Veröffentlichung sollten Sie die Website auf verschiedenen Geräten prüfen. Kontrollieren Sie, ob Links funktionieren, Texte lesbar sind und die Navigation auch ohne Maus bedienbar bleibt. Nach der Veröffentlichung können Sie Inhalte aktualisieren. Prüfen Sie dabei erneut, ob die Änderungen die Orientierung oder Bedienbarkeit beeinträchtigen.

Für geschäftsmäßige digitale Dienste gelten Informationspflichten nach dem Digitale-Dienste-Gesetz. Welche Vorgaben für ein konkretes Angebot gelten, hängt davon ab, wie es gestaltet ist. Klären Sie rechtliche Anforderungen vor der Veröffentlichung passend zu Ihrer Website.