Die Kosten für eine Unternehmenswebsite hängen davon ab, wer sie erstellt und welche Funktionen sie haben soll. Ein Baukasten kostet meist wenig pro Monat. Dafür brauchen Sie eigene Zeit für Gestaltung und Inhalte. Freelancer und Agenturen übernehmen mehr Arbeit und verlangen dafür höhere Honorare.
Vergleichen Sie die Kosten für die Erstellung und den laufenden Betrieb. Rechnen Sie auch Ihre eigene Arbeitszeit ein. Für eine einfache Informationsseite fällt weniger Aufwand an als für einen Onlineshop, denn Buchungs- und Zahlungsfunktionen erhöhen den Aufwand.
Welche Kostenrahmen gibt es?
Die IHK Rhein-Neckar nennt als grobe Orientierung etwa 12 bis 35 Euro monatlich für einen Baukasten. Für ein professionelles CMS, also ein Programm zur Verwaltung von Website-Inhalten, nennt sie etwa 8 bis 10 Euro monatlich. Beim CMS kommen gegebenenfalls Kosten für die Erstellung hinzu.
Die Kosten für einfache Websites und aufwändigere Shops hängen vom Umfang und den enthaltenen Leistungen ab. Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn klar ist, welche Leistungen enthalten sind.
| Weg | Grobe Orientierung | Was Sie einplanen sollten |
|---|---|---|
| Baukasten | 12–35 Euro monatlich | Sie gestalten die Website und pflegen Inhalte selbst. |
| CMS mit Hosting | 8–10 Euro monatlich, gegebenenfalls zuzüglich Erstellung | Prüfen Sie, ob Einrichtung und Gestaltung separat berechnet werden. |
| Freelancer | Kosten abhängig vom Umfang | Klären Sie, ob Beratung, Texte und spätere Änderungen enthalten sind. |
| Agentur | Kosten abhängig vom Umfang | Fragen Sie nach Umfang von Gestaltung, Beratung und Support. |
| Shop | Kosten abhängig von Umfang und Funktionen | Vergleichen Sie die benötigten Shopfunktionen mit dem Angebot. |
Die Zahlen der IHK Rhein-Neckar sind grobe Richtwerte. Ein Veröffentlichungsdatum ist für diese Angaben nicht ausgewiesen. Sie eignen sich zur ersten Budgetplanung, ersetzen aber kein Angebot für Ihr konkretes Vorhaben.
Was im Website-Preis enthalten sein sollte
Die Kosten für eine Website umfassen neben Gestaltung und Programmierung im ersten Jahr auch Abonnements und Betriebskosten. Dazu können Domain, Hosting, Wartung, Support und kostenpflichtige Erweiterungen gehören. Bei einem Baukasten sind technische Leistungen häufig in einem Paket gebündelt. Bei einem CMS oder einer extern erstellten Website können sie getrennt abgerechnet werden.
Prüfen Sie bei einem Baukasten den regulären Preis nach möglichen Rabatten. Sehen Sie auch nach, welche Funktionen im Tarif enthalten sind. Auch Mindestlaufzeit und Zusatzkosten für bestimmte Funktionen gehören in den Vergleich. Anbieterpreise können sich ändern und hängen vom Tarif sowie den enthaltenen Leistungen ab.
Bei Angeboten von Freelancern und Agenturen sollten Sie außerdem festhalten, wer Texte und Bilder liefert, wie viele Korrekturen im Preis enthalten sind und wer die Website nach dem Start betreut. Bitten Sie darum, einmalige Kosten und laufende Gebühren getrennt auszuweisen.
Wie viel Zeit Sie selbst einplanen
Mit einem Baukasten sparen Sie Geld bei der technischen Umsetzung. Dafür übernehmen Sie selbst weitere Aufgaben: Sie legen die Seitenstruktur fest und wählen ein Design. Außerdem verfassen Sie Texte, beschaffen Bilder und pflegen alles ein. Vor dem Start prüfen Sie, ob die Inhalte stimmen und die Website auf den vorgesehenen Geräten funktioniert.
Eine ältere Befragung kleiner und mittlerer Unternehmen ermittelte im Mittel 58 Stunden für die interne Erstellung einer Firmenwebsite. Die Angaben reichten von einer Stunde bis zu mehr als 600 Stunden, und nur ein Teil der befragten Unternehmen machte Angaben zu Kosten oder Zeit. Der Wert ist daher keine aktuelle Zeitprognose. Er zeigt, wie stark der Aufwand je nach Vorhaben auseinandergeht.
Um Ihre eigene Arbeitszeit einzurechnen, schätzen Sie die Stunden für Planung, Inhalte, Gestaltung und Prüfung. Multiplizieren Sie diese Zahl mit dem Wert, den Ihre Arbeitszeit für Sie hat. So sehen Sie, ob ein günstiger Baukasten tatsächlich besser zu Ihrem Budget passt als externe Unterstützung.
Wie lange die Erstellung dauert
Der erste Entwurf entsteht in einem Baukasten schnell. Bis zum fertigen Webauftritt braucht es auch Planung und Inhalte. Prüfung und Freigaben kommen hinzu. Eine Berliner Agentur nennt für eine kompakte Firmenwebsite vier bis sechs Wochen und für einen Onlineshop acht bis zwölf Wochen. Das sind Erfahrungswerte dieses Anbieters, keine branchenweiten Durchschnittswerte.
Für Ihren eigenen Zeitplan sollten Sie zuerst die Inhalte vorbereiten. Fehlende Texte und Bilder sowie verzögerte Entscheidungen können die Umsetzung aufhalten. Legen Sie außerdem fest, wer Entwürfe freigibt und wer nach dem Start Änderungen einpflegt. Je klarer diese Aufgaben verteilt sind, desto besser lässt sich der Termin planen.
So planen Sie Ihr Budget
Rechnen Sie für das erste Jahr mit den einmaligen Erstellungskosten, den laufenden Gebühren, zusätzlichen Leistungen und Ihrer Eigenzeit. In den Folgejahren fallen Einrichtungskosten nicht zwingend erneut an, aber Hosting, Abonnements, Pflege und Aktualisierungen bleiben im Budget.
Der Aufwand hängt vor allem davon ab, wie umfangreich die Website ist und welche Funktionen sie hat. Eine einzelne Seite mit wenigen Informationen braucht weniger Gestaltung und Inhalt als mehrere Leistungsseiten. Buchungen, Zahlungen oder ein Shop bringen zusätzliche Anforderungen mit. Entscheiden Sie deshalb vor dem Angebotsvergleich, was die Website zum Start können muss und was später ergänzt werden kann.
Ein Angebot sollte mindestens Seiten und Funktionen sowie die Lieferung und Pflege der Inhalte beschreiben. Es sollte auch die Zahl der Korrekturschleifen, die technische Einrichtung und die Übergabe aller Zugänge aufführen. Lassen Sie auch auflisten, welche Wartung und Unterstützung nach dem Livegang enthalten sind. Damit vergleichen Sie konkrete Leistungen statt nur Endpreise.
Rechtliche Angaben vor dem Start prüfen
Wer geschäftsmäßig digitale Dienste anbietet, muss nach § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes bestimmte Anbieterinformationen leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar bereitstellen. Welche Angaben in Ihrem Fall erforderlich sind, hängt vom konkreten Angebot und den anwendbaren Regeln ab. Ein pauschaler Preis für Rechtstexte oder Beratung lässt sich daraus nicht ableiten.
Planen Sie die Prüfung rechtlicher Angaben deshalb vor dem Start ein. Ein Baukasten oder ein Hostingpaket macht eine Website nicht automatisch für jeden Einzelfall rechtssicher.