Freelancer oder Webagentur: Wer baut Ihre Website?
Sie brauchen eine neue Website und müssen entscheiden, ob ein Freelancer oder eine Webagentur den Auftrag bekommt. Die Wahl hängt von Budget, Projektumfang und Ihrer Zeit ab.
Eine Agentur kostet mehr, bietet dafür aber mehr Leistungen aus einer Hand. Ein Freelancer ist günstiger und flexibler, doch Sie müssen selbst prüfen, ob er alle benötigten Fähigkeiten abdeckt.
Was kostet eine Website?
Die Kosten für eine Website schwanken stark, und eine unabhängige Preisstatistik gibt es nicht. Die folgenden Preisspannen stammen aus Übersichten von Agenturen und Ratgeber-Portalen und dienen als Orientierung, nicht als verbindliche Preisliste.
Der Preis einer kleinen Unternehmenswebsite mit bis zu fünf Seiten hängt von Umfang und Anbieter ab. Ein Einseiter, also eine einzelne Seite, die meist für ein Produkt oder eine Dienstleistung wirbt, liegt bei 1.000 bis 3.500 Euro. Eine größere Unternehmenswebsite mit vielen Unterseiten, individuellen Funktionen oder Onlineshop-Anbindung kann 4.500 bis 12.000 Euro kosten. Diese Preise gelten für die einmalige Erstellung durch eine Agentur oder einen Freelancer.
Wenn Sie die Website selbst bauen, zahlen Sie deutlich weniger Geld, investieren dafür aber Zeit. Website-Baukästen von Anbietern wie STRATO oder IONOS kosten je nach Tarif etwa 7 bis 33 Euro pro Monat (Listenpreise Oktober 2026). Dafür übernehmen Sie Design, Texte, Bildauswahl und technische Einrichtung selbst.
Zu den laufenden Kosten gehören Hosting ab etwa 5 Euro pro Monat, eine.de-Domain für etwa 15 Euro pro Jahr und Wartung. Die Wartung kostet für einfache Updates wenig, für umfassende Betreuung bis zu 300 Euro pro Monat. Klären Sie vor Vertragsabschluss, welche Leistungen im Wartungspaket enthalten sind, etwa Sicherheitsupdates, Backups oder Änderungen an Inhalten.
Was leistet eine Webagentur?
Eine Webagentur übernimmt in der Regel das komplette Projekt von der Konzeption bis zur Veröffentlichung. Dazu gehören die Analyse Ihrer Zielgruppe, die Struktur der Seiten, das Design und die technische Umsetzung. Hinzu kommen die Einbindung von Formularen oder Onlineshop-Funktionen sowie die Suchmaschinenoptimierung. Nach dem Launch bieten die meisten Agenturen Wartung und Support an.
Der Vorteil einer Agentur ist die Arbeitsteilung: Oft arbeiten mehrere Personen an Ihrem Projekt, etwa ein Projektmanager, ein Designer und ein Entwickler. Wenn Sie eine komplexe Website mit vielen Funktionen benötigen oder keine Zeit haben, sich um einzelne Aufgaben zu kümmern, ist eine Agentur die passende Wahl. Sie haben einen festen Ansprechpartner und die Agentur koordiniert die einzelnen Schritte.
Ein Freelancer arbeitet meist allein. Das kann günstiger sein, weil keine Agentur-Overheadkosten anfallen. Allerdings müssen Sie prüfen, ob der Freelancer alle benötigten Fähigkeiten abdeckt. Manche Freelancer sind spezialisiert auf Design, andere auf Programmierung oder Suchmaschinenoptimierung. Für eine einfache Website mit wenigen Seiten kann ein guter Freelancer ausreichen. Bei einem größeren Projekt sollten Sie im Vorfeld klären, wer für welche Aufgabe zuständig ist und was passiert, wenn der Freelancer krank wird oder das Projekt nicht termingerecht abschließt.
So prüfen Sie Agentur oder Freelancer
Die Auswahl sollte sich nicht allein am Preis orientieren. Fragen Sie nach Referenzen und schauen Sie sich bestehende Websites der Kunden an. Achten Sie darauf, ob die Seiten schnell laden und auf dem Smartphone gut funktionieren. Eine Studie von Deloitte im Auftrag von Google zeigt: Wenn die Ladezeit auf dem Handy um 0,1 Sekunden schneller wird, erreichen 21,6 Prozent mehr Besucher das Kontaktformular. Eine langsame Website kostet Sie also direkt Anfragen.
Stellen Sie vor der Beauftragung konkrete Fragen: Wer ist Ihr Ansprechpartner? Wie läuft der Ablauf ab? Welche Kosten kommen auf mich zu, auch für spätere Änderungen? Wer ist für die Texte und Bilder verantwortlich? Was passiert nach dem Launch, etwa bei technischen Problemen? Holen Sie sich Angebote von mehreren Anbietern und vergleichen Sie neben dem Preis auch die enthaltenen Leistungen.
Eine Webdesign-Agentur, die auf ihrer Website Freelancer und Agenturen vergleicht, hat ein eigenes Interesse daran, Kunden zu gewinnen. Sie sollte das offen benennen und trotzdem objektive Kriterien liefern. Wenn ein Anbieter Ihnen das Gefühl gibt, dass er nur an Ihrem Geld interessiert ist, suchen Sie weiter. Ein guter Anbieter fragt nach Ihren Zielen, Ihrer Zielgruppe und Ihrem Budget, bevor er ein Angebot erstellt.