Typische Agenturprojekte: Vom Onlineshop bis zur Corporate Website
Wer eine neue Internetseite plant, stößt auf zwei Projektarten: den Onlineshop und die Corporate Website. Beide unterscheiden sich deutlich in Aufwand, Kosten und Zielsetzung. Die Agentur übernimmt Design, Technik, Suchmaschinenoptimierung, Ladezeit und laufende Pflege.
Die Preise reichen von wenigen hundert Euro bis in den fünfstelligen Bereich, je nachdem, was die Seite leisten soll. Vor dem ersten Gespräch sollten Sie die typischen Kostenfaktoren kennen und wissen, woran sich eine passende Agentur erkennen lässt.
Leistungen einer Webagentur
Eine Webagentur erstellt nicht einfach eine hübsche Seite. Zu den Leistungen gehören Konzeption, Design, technische Umsetzung, Suchmaschinenoptimierung, Ladezeit-Optimierung, Conversion-Optimierung (also die Steigerung der Kauf- oder Anfragequote) und oft auch die Einbindung von KI-Funktionen oder die Anpassung an mobile Endgeräte. Gerade die mobile Darstellung und die Ladezeit sind heute entscheidend, weil Google und die Nutzer eine Seite danach bewerten. Eine Seite, die auf dem Smartphone langsam lädt oder unübersichtlich wirkt, verliert Besucher und Rankings.
Der Umfang der Leistungen bestimmt den Preis. Ein einfacher Unternehmensauftritt mit fünf Unterseiten kostet weniger als ein Onlineshop mit Produktverwaltung, Zahlungsanbindung und Warenwirtschaft. Auch laufende Kosten für Wartung, Updates und Hosting kommen hinzu. Klären Sie vorab, welche Leistungen im Angebot enthalten sind und welche separat abgerechnet werden.
Onlineshop und Corporate Website im Vergleich
Die beiden häufigsten Projekte unterscheiden sich grundlegend. Ein Onlineshop muss Waren präsentieren, Bestellungen verarbeiten, Zahlungen abwickeln und Bestände verwalten. Die technische Komplexität ist hoch, und die Kosten liegen entsprechend am oberen Ende der Spanne. Eine Corporate Website dagegen stellt das Unternehmen vor, erklärt Leistungen und soll Kontaktanfragen oder Bewerbungen auslösen. Sie ist technisch einfacher, muss aber inhaltlich überzeugen.
Ein realistisches Szenario für eine Corporate Website ist ein mittelständisches Handwerksunternehmen, das überregionale Aufträge gewinnen möchte. Die Seite soll Leistungen erklären, Referenzen zeigen und Besucher zu einer Kontaktanfrage oder Terminbuchung führen. Das messbare Ziel sind qualifizierte Anfragen, nicht bloße Klicks. Die Agentur richtet die Seite darauf aus, platziert Handlungsaufforderungen an den richtigen Stellen und sorgt dafür, dass die Seite bei lokalen Suchanfragen gefunden wird.
Beim Onlineshop sieht das anders aus. Ein Händler, der bisher nur stationär verkauft, braucht eine Plattform, die Produkte mit Fotos, Preisen und Verfügbarkeit darstellt, einen Warenkorb, Bezahlmöglichkeiten und Versandlogistik. Hier zählt der Umsatz als Zielgröße. Die Agentur muss Conversion-Optimierung betreiben, also dafür sorgen, dass möglichst viele Besucher tatsächlich kaufen. Das betrifft die Gestaltung der Produktseiten, den Checkout-Prozess und die Darstellung auf dem Smartphone.
Was die Kosten treibt
Die Preisspanne von wenigen hundert Euro bis in den fünfstelligen Bereich hat konkrete Gründe. Ein entscheidender Faktor ist die technische Anforderung. Ein Onlineshop mit individueller Produktverwaltung kostet mehr als eine Standardlösung mit wenigen Anpassungen. Auch die Integration von Schnittstellen, etwa zur Warenwirtschaft oder zum Versanddienstleister, treibt den Aufwand.
Hinzu kommen Qualitätsfaktoren, die heute selbstverständlich sein sollten: schnelle Ladezeit, stabile Darstellung auf allen Geräten, Suchmaschinenoptimierung und Conversion-Optimierung. Eine Seite, die diese Punkte vernachlässigt, ist zwar günstiger, erfüllt aber ihren Zweck nicht. Wenn Sie Angebote vergleichen, achten Sie darauf, dass diese Faktoren im Leistungsumfang enthalten sind und nicht als teure Zusatzleistung nachgereicht werden.
Ziele festlegen, bevor Sie Angebote vergleichen
Ohne klare Zielvorstellung vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Legen Sie vor dem ersten Gespräch fest, was die Seite erreichen soll und woran Sie den Erfolg messen. Messbare Ziele sind zum Beispiel mehr qualifizierte Anfragen, mehr Terminbuchungen, mehr Bewerbungen, höherer Umsatz im Onlineshop oder bessere Sichtbarkeit bei lokalen Suchanfragen.
Diese Ziele geben der Agentur eine Richtung und Ihnen ein Kriterium für die Bewertung. Eine Agentur, die fragt, was die Seite bewirken soll, arbeitet anders als eine, die sofort mit Designvorschlägen kommt. Klare Ziele schützen vor Missverständnissen, Nachbesserungen und Budgetüberschreitungen.
Referenzen prüfen statt schöner Screenshots
Die Referenzseite einer Agentur zeigt meist acht ansprechende Screenshots, sagt aber wenig darüber aus, ob die Projekte noch laufen, wer daran gearbeitet hat und ob die Kunden zufrieden sind. Eine kurze Prüfung kann viel Geld sparen. Ein Beispiel aus Markkleeberg: Von sechs verlinkten Projekten waren zwei offline, eines lief auf einem anderen System und zwei gaben keinen Hinweis auf die Beteiligung der Agentur. Die Prüfung dauerte zwanzig Minuten und ersparte mehrere tausend Euro.
Gehen Sie bei Referenzen systematisch vor. Öffnen Sie die verlinkten Seiten, prüfen Sie, ob sie erreichbar sind und ob die Technik zur Agentur passt. Fragen Sie nach Ansprechpartnern bei den Referenzkunden und erkundigen Sie sich nach der Zusammenarbeit. Eine Agentur, die echte, laufende Projekte vorweisen kann, gibt Ihnen mehr Sicherheit als eine, die nur schöne Bilder zeigt.
Woran Sie eine gute Agentur erkennen
Der Erfolg hängt nicht nur am Design, sondern an Strategie, Technik, Prozessen und einem sauberen Angebot. Eine gute Agentur fragt zuerst nach Ihren Zielen, Ihrer Zielgruppe und Ihren Erwartungen, bevor sie über Gestaltung spricht. Sie erklärt, wie die Seite aufgebaut wird, welche Technologie sie verwendet und wie sie die Ladezeit und die mobile Darstellung sicherstellt.
Achten Sie auch auf die Prozesse. Wer arbeitet an Ihrem Projekt, wie läuft die Kommunikation, was passiert nach dem Launch? Eine Agentur, die Wartung und Updates anbietet, ist für die meisten Unternehmen die bessere Wahl, weil eine Website ohne Pflege schnell veraltet und Sicherheitslücken entwickelt. Ein sauberes Angebot listet Leistungen und Kosten transparent auf und lässt keine versteckten Posten erwarten.