Wie viel eine Website kostet, hängt davon ab, wie viele Seiten und Inhalte sie hat und welches Design und welche Funktionen sie braucht. Ein Onlineshop braucht meist mehr Aufwand. Einen festen Preis für alle Websites gibt es nicht. Eine Webseite ist eine einzelne Seite, eine Website der gesamte verknüpfte Internetauftritt. Die Homepage ist genau genommen die Startseite.
Erst den Umfang festlegen
Der Preis hängt davon ab, was Ihre Website leisten soll. Eine digitale Visitenkarte mit Kontaktangaben braucht weniger Seiten und Funktionen als ein Firmenauftritt mit Leistungsbeschreibungen, Referenzen und Formularen. Ein Shop benötigt zusätzlich Produktseiten und einen Warenkorb. Hinzu kommen Zahlungsfunktionen.
Legen Sie zuerst fest, was die Website erreichen soll: Anfragen bringen, Leistungen erklären, Termine ermöglichen oder Produkte verkaufen. Davon hängt ab, welche Inhalte Sie brauchen. Eine einfache Sitemap, also eine Übersicht der Seiten und ihrer Hierarchie, zeigt den Umfang und welche Punkte in die Navigation gehören.
Planen Sie zum Beispiel eine Startseite. Für jede zentrale Leistung kommt eine eigene Seite hinzu. Ergänzen Sie eine Kontaktseite sowie die nötigen rechtlichen Informationen. Diese Struktur beschreibt den Umfang genauer als die Vorgabe „kleine Firmenwebsite“ und hilft Ihnen, Angebote zu vergleichen.
Kosten und Dauer nach Website-Umfang
Die folgenden Spannen stammen aus Anbieterübersichten und Ratgebern. Sie dienen nur zur Orientierung und bilden den deutschen Markt nicht repräsentativ ab. Da die enthaltenen Leistungen unterschiedlich sind, lassen sich die Beträge nicht direkt als feste Marktpreise vergleichen.
| Umfang | Genannte einmalige Kosten | Genannte Dauer |
|---|---|---|
| Einseitige Website oder Landingpage | Keine belastbare Standardangabe | 1 bis 2 Wochen |
| Kleine Firmenwebsite mit etwa 5 bis 10 Seiten | Keine belastbare Standardangabe | Keine belastbare Standardangabe |
| Business-Website mit mindestens 10 Seiten | Keine belastbare Standardangabe | 4 bis 8 Wochen |
| Einfacher Onlineshop | Keine belastbare Standardangabe | 6 bis 12 Wochen |
| Komplexer Onlineshop | Keine belastbare Standardangabe | 3 bis 6 Monate |
Tailforge schätzt in einer eigenen Überschlagsrechnung etwa 15 bis 30 Arbeitsstunden für einen One-Pager und 40 bis 80 Stunden für eine kleine Firmenwebsite. Diese Werte beruhen auf den Annahmen des Anbieters und sind kein allgemeiner Durchschnitt. Arbeitsstunden und Kalenderdauer sind außerdem zwei verschiedene Größen: Zwischen Arbeitsschritten können Inhalte fehlen oder Freigaben ausstehen.
Was den Preis verändert
Je mehr Seiten die Website hat, desto mehr Aufwand entsteht für Struktur, Gestaltung, Inhalte und Prüfung. Auch Texte und Bilder wirken sich auf den Preis aus. Wenn sie bereits fertig sind, muss die beauftragte Person sie nicht erst schreiben oder beschaffen. Klären Sie im Angebot, ob Redaktion, Bildauswahl und Bildrechte enthalten sind.
Eine angepasste Gestaltungsvorlage umfasst weniger als ein individuell entwickeltes Design. Buchungsfunktionen erhöhen den Aufwand. Das gilt auch für mehrere Sprachen. Onlinezahlungen und Schnittstellen erfordern ebenfalls zusätzliche Arbeit. Bei einer bestehenden Website müssen unter Umständen auch Inhalte übernommen und alte Adressen weitergeleitet werden.
Planen Sie die einmaligen Kosten für die Erstellung getrennt von den laufenden Ausgaben. Dazu gehören je nach Angebot Hosting, Pflege und Aktualisierungen. Die genannten Preisübersichten nennen dafür keine einheitlichen Gesamtkosten. Lassen Sie sich die einzelnen Posten auflisten und fragen Sie, welche Leistungen nach dem Start anfallen.
Die Projektzeit realistisch planen
Die angegebene Bauzeit schließt nicht automatisch die Aufgaben ein, die Sie selbst übernehmen. Planen Sie Zeit ein, um Ziele festzulegen und Seiten zu ordnen. Rechnen Sie auch Zeit dafür ein, Texte bereitzustellen und Entwürfe zu prüfen. Legen Sie früh fest, wer die Inhalte liefert und wer Rückmeldungen sammelt. Die verfügbaren Anbieterangaben beziffern nicht, wie stark verspätete Inhalte oder Freigaben die Kalenderdauer verlängern.
Vereinbaren Sie im Angebot konkrete Zwischenschritte. Dazu gehören etwa die Freigabe der Seitenstruktur, die Prüfung des Entwurfs und die Abnahme der fertigen Website. Halten Sie außerdem fest, wie viele Korrekturrunden im Preis enthalten sind und welche Änderungen zusätzlich kosten. So sehen Sie besser, ob der Zeitrahmen zu Ihrem eigenen Zeitplan passt.
Angebote sinnvoll vergleichen
Vergleichen Sie neben dem Endpreis auch den Umfang der Angebote. Prüfen Sie, ob alle Anbieter dieselben Leistungen kalkulieren und ob Texte, Bilder, Funktionen, technische Einrichtung, Übergabe und spätere Pflege enthalten sind. Fragen Sie außerdem, ob die Preise netto oder brutto angegeben sind. Ein niedriger Einstiegspreis sagt wenig aus, wenn wichtige Leistungen später dazukommen.
§ 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes verlangt für geschäftsmäßige digitale Dienste, die in der Regel gegen Entgelt angeboten werden, bestimmte Anbieterinformationen. Diese müssen leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar sein. Welche Angaben im Einzelfall gelten, hängt vom Anbieter und Angebot ab. Planen Sie rechtliche Inhalte mit ein und klären Sie gesondert, welche Anforderungen für Ihre Website gelten.