Eine gute Website beginnt mit dem Anliegen der Besucher. Wer eine Internetseite erstellt, klärt zuerst, was die Menschen dort erledigen möchten: Öffnungszeiten finden, ein Produkt vergleichen, ein Formular ausfüllen. Aus diesem Ziel ergibt sich, wie Gestaltung, Inhalt und Technik zusammenspielen. Eine gute Website hilft Menschen, ihr Anliegen zu verstehen und zu erledigen, auf unterschiedlichen Geräten und mit unterschiedlichen Fähigkeiten.
Die drei Bausteine: HTML, CSS und JavaScript
Eine Website besteht aus Inhalt, Gestaltung und Verhalten. Drei Technologien übernehmen diese Aufgaben: HTML gibt Inhalten Struktur und Bedeutung, CSS steuert Aussehen und Layout, JavaScript steuert Verhalten und Interaktionen. Für Einsteiger reicht dieses Denkmodell, ohne in Programmierdetails einzusteigen.
HTML strukturiert zum Beispiel Überschriften, Listen, Links und Formulare. Diese Elemente geben Inhalten eine erkennbare Ordnung und verbessern die Zugänglichkeit. CSS bestimmt, wie diese Elemente aussehen: Farben, Abstände, Schriftgrößen und die Anordnung auf dem Bildschirm. JavaScript kommt ins Spiel, wenn eine Seite auf Eingaben reagieren soll, etwa bei einem Formular, das prüft, ob alle Felder ausgefüllt sind.
Inhalte und Orientierung zuerst
Bevor Sie Farben und Schriften festlegen, sollten Sie die Inhalte gliedern. Eine logische Seitenstruktur und verständliche Bezeichnungen helfen Besuchern, sich zurechtzufinden. Die Navigation sollte erkennbar machen, wohin ein Link führt. Ein Link wie „Preise ansehen" sagt mehr aus als ein isoliertes „Hier klicken". Auch Seitentitel sollten den Inhalt klar und treffend beschreiben.
Überschriften machen sichtbar, worum es in einem Abschnitt geht. Formulare sollten erklären, welche Angaben gebraucht werden, und bei Fehlern weiterhelfen. Diese Punkte sind gestalterische Empfehlungen, deren passende Umsetzung vom Zweck, Inhalt und Publikum abhängt.
Auf allen Geräten nutzbar
Responsive Design bedeutet, dass sich das Layout an unterschiedliche Geräte und Bildschirmgrößen anpasst. Eine starre Seitenbreite kann auf schmalen Bildschirmen horizontales Scrollen verursachen, zu breite Textzeilen werden auf großen Displays schwer lesbar. Responsive ist mehr, als eine Desktopseite auf dem Handy zu verkleinern.
Prüfen Sie, ob Texte, Bilder und Spalten auch auf schmalen Displays gut nutzbar sind, ob sich Menüs und Bedienelemente mit Touch bedienen lassen und ob Inhalte verständlich bleiben, wenn das Layout umbricht. Moderne Baukästen und Vorlagen können einen guten Start ermöglichen, ersetzen aber nicht den Test auf echten Bildschirmgrößen.
Zugänglich für möglichst viele
Barrierefreiheit ist Teil der Nutzbarkeit. Die W3C-Richtlinien zur Barrierefreiheit (WCAG) ordnen Barrierefreiheit unter vier Prinzipien ein: Inhalte sollen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Konkret heißt das: Bilder mit bedeutungsvollen Informationen brauchen passende Textalternativen, Inhalte und Funktionen sollten nicht ausschließlich mit der Maus erreichbar sein, und Formulare sollten verständliche Beschriftungen und hilfreiche Fehlermeldungen bieten.
WCAG-Konformität und umfassende Benutzerfreundlichkeit sind nicht dasselbe. Ein Test mit echten Nutzerinnen und Nutzern bleibt ergänzend sinnvoll.
Schnelligkeit und Stabilität messen
Schnelligkeit und Stabilität sind messbar. Google nennt drei Core Web Vitals: Ladeleistung, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Der größte sichtbare Inhaltsbereich sollte nach höchstens 2,5 Sekunden erscheinen. Auf Interaktionen sollte die Seite innerhalb von 200 Millisekunden reagieren. Unerwartete Layoutverschiebungen sollten einen Wert von 0,1 nicht überschreiten. Bewertet wird das 75. Perzentil, also der Wert, unter dem 75 Prozent der Seitenaufrufe liegen, getrennt nach Mobilgeräten und Desktop.
Diese Werte sind Empfehlungen, keine Garantie für eine gute Website. Eine Seite sollte zügig Inhalte zeigen, auf Eingaben reagieren und nicht während des Lesens unerwartet springen. Prüfen Sie zu große Bilder, unnötige Skripte und nachladende Elemente. Gute Messwerte allein entscheiden nicht über die Sichtbarkeit in Suchmaschinen.
Auffindbar, aber nicht für Suchmaschinen geschrieben
Suchmaschinenfreundlichkeit ist ein Teil der Veröffentlichung, nicht der Zweck der ganzen Website. SEO-Maßnahmen helfen Suchmaschinen, Seiten zu verstehen, und Nutzerinnen und Nutzern, die passende Seite zu finden. Klare Seitentitel, sinnvolle Linktexte und hilfreiche Inhalte unterstützen beides. Google warnt zugleich davor, Texte vor allem für Suchmaschinen zu produzieren, und es gibt keine geheimen Maßnahmen, die eine Seite automatisch auf den ersten Platz bringen.
Vor dem Veröffentlichen prüfen
Bevor Sie die Website veröffentlichen, sollten Sie sie auf Mobilgeräten und mit der Tastatur ausprobieren. Prüfen Sie, ob alle Seiten auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen gut nutzbar sind. Testen Sie außerdem, ob sich alle Funktionen ohne Maus bedienen lassen. Lesen Sie die Inhalte auf Verständlichkeit, und beobachten Sie, wenn möglich, Menschen beim Erledigen typischer Aufgaben. So finden Sie Probleme, die Ihnen bei der eigenen Seite nicht auffallen.